„La forza del destino” Oper von Giuseppe Verdi
Seit fast 30 Jahren war Giuseppe Verdis „La forza del destino” nicht mehr in Essen zu sehen. Nun wurde das Werk in einer Neuinszenierung von Dietrich Hilsdorf und unter der musikalischen Leitung von Stefan Soltesz endlich wieder auf die Aalto-Bühne gebracht.
Die Schauplätze von „Die Macht des Schicksals” sind Herrenhaus, Schänke, Kloster, Schlachtfeld bis hin zum tödlichen Abgrund. Die Essener Aufführung spielt in einem Herrenhaus, dem Domizil der Familie Calatrava, das zur Schänke, zum Kloster, zum Schlachtfeld, zum Lazarett und zum Abgrund wird.
In Verdis vielleicht musikalisch kraftvollstem und farbigstem Musikdrama, einer Liebes- und Familientragödie vor dem Hintergrund von Krieg und Gewalt, geht es um maßlose Liebe, verletzte Familienehre, Mord, unerbittliche Rache und Standesdünkel bis hin zum Rassenhass.
Das alles wird vom Komponisten in einer Geschichte von solch epischer Breite und Kraft erzählt, wie sie sich auch in „Der Leopard” von Giuseppe Tomasi di Lampedusa findet.
Mit „La forza del destino” inszeniert Regisseur Dietrich Hilsdorf seine siebte Verdi-Oper am Aalto-Theater. Nach „Don Carlos” und „Aida” erfolgte die Zusammenarbeit mit Stefan Soltesz bei „Un ballo in maschera”, „Luisa Miller”, „Troubadour” und zuletzt beim viel gelobten „Falstaff”, den die Welt am Sonntag NRW 2005 in einer Kritikerumfrage zur „Inszenierung des Jahres” wählte.
Eine großartige Besetzung erwartet das Publikum. In der Partie der Leonora di Vargas kehrt Karine Babajanian auf die Essener Bühne zurück. Von Berlin über Bregenz, Oslo und Tokio - die Sopranistin, die seit dem Jahre 2003 dem Ensemble der Staatsoper Stuttgart angehört, ist durch Gastengagements in der ganzen Welt bekannt. Nadia Krasteva von der Wiener Staatsoper singt die Preziosilla, die sie auch an der Deutschen Oper Berlin interpretiert. Auf der Aalto-Bühne stand sie bereits als Adalgisa („Norma”). Sie ist eine wahre Verdi-Expertin, zu ihrem Repertoire gehören die Partien der Fenena („Nabucco”), Ulrica („Un ballo in maschera”), Emilia („Otello”), Amneris („Aida”) und Maddalena („Rigoletto”). Der Tenor Frank Poretta tritt in der Rolle des Don Alvaro auf. Als Carlo di Vargas begegnet dem Publikum Károly Szilágyi, der seit 1985 Ensemblemitglied am Aalto ist und seit vielen Jahren für seine zahlreichen Verdi-Rollen gefeiert wird. Diogenes Randes, der in der letzten Premiere als Don Giovanni brillierte, gibt den Marchese von Calatrava. Außerdem singen Günter Kiefer (Fra Melitone), Marie-Helen Joël (Curra), Michael Haag (Un alcade), Albrecht Kludszuweit (Mastro Trabuco) und Andreas Baronner (Un chirurgo).
Musikalische Leitung: Stefan Soltesz, Inszenierung: Dietrich Hilsdorf,
Bühne: Johannes Leiacker, Kostüme: Renate Schmitzer, Choreinstudierung: Alexander Eberle
Weitere Vorstellungen: 13., 16., 18., 24., 28., 31. März, 8., 15. April, 5., 16., 31. Mai,
2. Juni 2007