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Stadtbefestigung im Blick der Archäologie
Dr. Gabriele Isenberg, Direktorin des Westfälischen Landesmuseums für Archäologie, Münster, referiert am Dienstag, 16. Januar, um 19 Uhr im Kaminzimmer von Schloß Horst über das Thema „Die mittelalterliche Stadtbefestigung und ihre archäologische Erforschung“, eine Veranstaltung im Rahmen der Wissenschaftlichen Vortragsreihe.
Reste mittelalterlicher Stadtbefestigungen, die selbst bei kleineren Baustellen - wie es scheint immer plötzlich und unerwartet - zutage treten, halten die archäologische Denkmalpflege in Atem. Nur noch die mittelalterlichen Brunnen können es mit ihnen aufnehmen, was die Anzahl der archäologischen Einsätze betrifft. Eintritt frei.
Dabei ist bei der archäologischen Arbeit, die es zumeist mit unbekannten Hinterlassenschaften der Vergangenheit im Boden zu tun hat, nichts so sicher wie der Verlauf einer mittelalterlichen Stadtbefestigung. Denn selbst wenn sie längst niedergelegt worden ist, hat sie noch in den gegenwärtigen Stadtstrukturen ganz deutlich ihre Spuren hinterlassen. Das bedeutet in der Regel auch, dass sie im Boden noch gut erhalten ist, was sowohl für die Stadtmauer selbst als auch für die Graben- und Wallanlagen gilt.
Ziel des Vortrags ist es zu zeigen, welche Möglichkeiten, aber auch welche Probleme es gibt, die ehemaligen Befestigungsanlagen in der heutigen Stadt wieder für alle nachvollziehbar zu machen. Dazu muss zunächst jedoch die rechtliche und repräsentative Rolle der mittelalterlichen Stadtbefestigung erklärt werden. Überdies wird die Bauleistung zur Sprache kommen, die für das Großbauunternehmen aufzubringen war. Fernerhin werden die Organisation der Verteidigung, der baulichen Pflege und der Reparaturen nach einem Angriff dargestellt werden müssen, bis dann zum Schluss der moderne Umgang mit den Befestigungsresten im städtebaulichen Kontext thematisiert werden wird.
Veranstalter sind die Stadt Gelsenkirchen/Referat Kultur in Kooperation mit dem Förderverein Schloß Horst e.V. Info Tel. (0209) 169-6163.
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