Christus-König-Kirche im Bergmannsglück überlebt in Muschelkalkstein gehauen
Für Walter Klar‚(81) aus der Bergmannsglückstraße in Gelsenkirchen-Buer war die Christus-König-Kirche in seinem Wohnquartier nahezu ein Leben lang ein Zuhause. Viele Jahre war er als Messdiener, als Lektor, als Aushilfsküster in „seiner” Kirche tätig und ist deshalb für viele Bergmannsglücker ein vertrautes Gesicht.
Als die katholische Kirche das Gotteshaus aufgab und am 25.11.06 dort die letzte Messe gelesen wurde, kam Wehmut auf. Walter Klar standen die Tränen in den Augen: „Diese Kirche war für viele von uns ein Stück Heimat. Sie war schön und alle Gemeindemitglieder waren stolz auf unsere Kirche”.
Schützend hält Walter Klar (81) seine Hand an das in Muschelkalksandstein gehauene Modell der Christus-König-Kirche. Mit auf dem Bild zu sehen: Das Flachrelief der St. Michaelskirche in Buer-Hassel sowie im Vordergrund die St. Theresia-Kirche - ebenfalls aus dem Stadtteil.
Nicht zuletzt der Anregung von Walter Klar ist zu verdanken, dass trotz aller baulichen Planungen in diesem Bereich die Christus-König-Kirche auf jeden Fall erhalten bleibt. Das mehr als 50jährige Gotteshaus im Bergmannsglück, einem lebendigen Quartier ehemaliger Bergmannsfamilien, wurde nämlich inzwischen vom Steinmetzbetrieb Herz in Muschelkalkstein gehauen. Nach einer Idee von Konrad Herz – ausgeführt von dem dort tätigen bekannten Bildhauer Dirk Schlichting- ist das Relief ab sofort im Außenbereich am Servicebüro der Firma Herz an der Cranger Straße 51a für jedermann sichtbar aufgestellt. Dort präsentiert die Firma Herz als Dreiergruppe neben der Christus-König-Kirche auch die Kirchenmodelle von St. Theresia und von St. Michael – beide in Buer-Hassel.