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Berthold Beitz übernimmt Ehrenvorsitz und plädiert dafür, dass Kaufmann bleibt
Zwei prominente Persönlichkeiten verstärken das Kuratorium der Philharmonie Essen: Prof. Dr. Berthold Beitz, der Vorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, übernimmt den Ehrenvorsitz im Kuratorium. Ergänzt wird das Gremium zusätzlich durch Frau Dagmar Sikorski-Großmann, die zusammen mit ihrem Neffen Axel Sikorski die Internationalen Musikverlage Hans Sikorski, eine Unternehmensgruppe mit 18 Verlagen, leitet. Mit der Kultur in Essen ist Frau Sikorski-Großmann nicht zuletzt über Ihren Ehemann Jürgen Großmann, den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, eng verbunden.
Das Kuratorium war vor kurzem auf Initiative von Dr. Matthias Mitscherlich, dem Vorstands¬vorsitzenden der MAN Ferrostaal gegründet worden. Sieben Essener Unternehmen und ein Privatmann hatten sich der Initiative im ersten Schritt angeschlossen. Ziel des Kuratoriums ist es, das Konzerthaus partnerschaftlich zu begleiten und dafür Sorge zu tragen, dass die Philharmonie weiter erfolgreich arbeiten kann.
Eine wichtige Rolle für den Erfolg des Konzerthauses nimmt der Intendant Michael Kaufmann ein, der vor wenigen Tagen seine Kündigung entgegennehmen musste. Prof. Dr. Beitz unterstreicht dessen herausragende Arbeit und plädiert dafür, die im Raum stehende Entscheidung zu überdenken: „Ich würde es begrüßen, wenn Herr Kaufmann bleibt.“ Prof. Dr. Beitz ist der Philharmonie Essen sehr eng verbunden. Durch eine außergewöhnlich hohe Spende hat er die Renovierung des Hauses vor wenigen Jahren überhaupt erst möglich gemacht. Nur dadurch konnte die Philharmonie das werden, was sie heute ist: eines der besten Konzerthäuser Europas.
Mitscherlich ergänzt: „Wir müssen jetzt gemeinsam mit der Stadt einen Ausweg finden, der den entstandenen Schaden wieder repariert. Die Vorgänge um die Entlassung von Herrn Kaufmann haben bundesweit Kritik über die Essener Kulturpolitik ausgelöst. Die F.A.Z. spricht von Blamage, die Süddeutsche von einer Posse und vom Abstieg aus der Champions League, Kurt Masur weigert sich so lange die Philharmonie zu betreten bis Herr Kaufmann wieder eingestellt ist und ruft weitere Küstler auf, es ihm gleichzutun. Wir können diesen Ansehensverlust nicht auf uns sitzen lassen, sondern müssen ihn schleunigst beheben. Im Hinblick auf die Bestrebungen, Kulturhauptstadt zu werden, können wir uns solche Fauxpas nicht leisten. Das Kuratorium und auch ich persönlich tragen gerne dazu bei, dass wir aus dieser misslichen Situation möglichst schnell wieder heraus kommen. Dazu bedarf es einer eigenständigen Betriebsstruktur für die Philharmonie, in die sich nicht nur die Stadt einbringt, sondern auch die Wirtschaft, einschließlich der Unternehmen, die im Kuratorium vertreten sind.”
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