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Aktueller Monat: Mai 2012


Viertelfinale: Zwölf Verletzte, aber dennoch:

Gelungenes Fußballfest in Gelsenkirchen

Eine positive Bilanz ziehen Polizei und Stadt Gelsenkirchen nach dem letzten FIFA WM-Spiel in Gelsenkirchen. Stadt und Polizei hatten sich auf die große Zahl der englischen Fans vorbereitet und eigens für die zahlreichen ohne Ticket angereisten Fans ein zusätzliches Public Viewing auf dem Gelände der Trabrennbahn angeboten. Oberbürgermeister Frank Baranowski, der die englischen Fans in der Trabrennbahn begrüßte, erhielt in Gesprächen mit den Fans viele positive Rückmeldungen. Besonders gelobt wurde die Gastfreundschaft in Gelsenkirchen. Viele englische Fans bezeichneten das Public Viewing auf der Trabrennbahn als das gelungenste Fanfest für englische Gäste in Deutschland.

Insgesamt waren 80.000 englische Fans in Gelsenkirchen. Rund 40.000 wurden in der Arena gezählt 25.000 feierten auf der Trabrennbahn, weitere 15.000 sahen das Spiel auf der Videowand in der Glückaufkampfbahn. Dazu kamen die portugiesischen Gäste. "Unsere Leute haben in der der kurzen Zeit zwischen Achtel- und Viertelfinale einen unglaublichen Einsatz gezeigt und dadurch wesentlich dazu beigetragen, dass wir ein tolles Fußballfest feiern konnten", so der Oberbürgermeister.
"Wir erlebten gestern ein friedliches und schönes Fußballfest in Gelsenkirchen", lautet die positive Bilanz der Polizei. Das war schon aufgrund der Rahmenbedingungen keine Selbstverständlichkeit. Es hat vielen Beteiligten eine Menge Arbeit gekostet. Die Stadt Gelsenkirchen, die Verkehrsbetriebe, die Bundespolizei, die verschiedenen Hilfs- und Sicherheitsdienste und nicht zuletzt die Polizei haben viel zu Bewältigung dieser Aufgabe beigetragen.
Die Polizisten zeigten wieder ein freundliches und weltoffenes Auftreten. Als sich die Lage zeitweise kritisch entwickelte, reagierten die Beamten schnell auf Gewalttäter und gingen konsequent gegen sie vor.
Insgesamt registrierte man im Rahmen der Begegnung England - Portugal 174 Freiheitsentziehungen, darunter 116 Ingewahrsamnahmen überwiegend Engländer aber auch Deutscher. Den 58 Festgenommenen werden Delikte wie Körperverletzung, Beleidigung, Diebstahl, Betrug, Sachbeschädigung, Falschgeld, Exhibitionismus und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Fast alle waren alkoholisiert.


Englandspiel
Engländer und Portugiesen: Bis auf ganz wenige Ausnahmen blieben sie Freunde vor und nach dem Spiel.


Gegen 22.30 Uhr kam es in der Innenstadt mit Schwerpunkt Neumarkt zu Auseinandersetzungen und Flaschenwürfen. Allein hier musste die Polizei ca. 80 Personen, überwiegend englische "Fans" in Gewahrsam nehmen.
Vor der Gaststätte "Anno 1904" an der Kurt-Schumacher-Straße provozierten deutsche Fußballfans vorbeiziehende Engländer. Die Auseinandersetzung konnte durch schnelles Eingreifen der Polizei beendet werden. Die Beamten nahmen einige der so genannten Problemfans aus Dortmund, Essen und Gelsenkirchen fest bzw. in Gewahrsam.
"Wir haben es während des gesamten Tages geschafft, die Randalierer zu erkennen und frühzeitig in Gewahrsam zu nehmen, bevor sie Schlimmeres anstellen konnten", zeigte sich der Einsatzleiter sichtlich zufrieden.
Insgesamt wurden im Stadtgebiet zwölf Personen leicht verletzt, darunter drei Polizeibeamte.
Oberbürgermeister Frank Baranowski hatte den Einsatz der Polizei auf dem Neumarkt beobachtet. Seine Bilanz des Einsatzes: "Die Polizei hat hervorragende Arbeit geleistet und wesentlich zur Deeskalation beigetragen. Alles in allem hatten wir ein friedliches Fußballfest mit glücklichen portugiesischen Gewinnern fairen englischen Verlieren."