Das waren die Veranstaltungen am Eröffnungstag
Schöner hätte die Feierwoche „Horst – 725 Jahre & mehr” nicht beginnen können. Drei prima Veranstaltungen eröffneten am Sonntag das achttägige Programm. Das macht allenthalben Spaß auch auf die anderen Veranstaltungen.
Norbert Quick, THS-Geschäftsführer Jörg Achim Schwenzfeier, Reinhold Adam und Oberbürgermeister Frank Baranowski bei der Eröffnungsfeier.
Das Bergwerksorchester Consolidation (mit dem Horster Herbert Wendt am Taktstock) begrüßte die Gäste von der Empore über dem Foyer der THS-Hauptverwaltung mit flotter Musik bis der Festakt begann. Dann übernahmen die Violinistinnen Damaris Brozio und Claudia Ettelt von der Musikschule Gelsenkirchen den klassischen Musikpart.
Der Sprecher des Initiatorenkreises "Horst – 725 Jahre & mehr", Norbert Quick, begrüßte die vielen Gäste. Mitbürger, Politiker, Vertreter von Wirtschaft, Vereinen und Kirchen. Er erinnerte an die lange Zeit der Vorbereitungen, die 2005 begannen und freute sich über die vielen Veranstaltungen, die nun auf die Horster und ihre Gäste warten.
Bezirksvorsteher Joachim Gill, eigentlich gar nicht auf der Rednerliste, ließ es sich nicht nehmen, Norbert Quick für seine Arbeit zu danken. "Dabei ist die Zusammenarbeit mit ihm nicht immer einfach", meinte er – und fügte schmunzelnd hinzu "schließlich weigert er sich standhaft, so alltägliche Dinge wie Handy, Telefax oder E-Mails zu benutzen". Der Bezirksvorsteher: "Herr Quick hat aber meiner Bitte entsprochen und zugesichert, dass er zur 750-Jahr-Feier up-to-date sein werde".
Oberbürgermeister Frank Baranowski erwies sich in seiner Festrede als intimer Kenner des Stadtteils und seiner Geschichte. Er lebt schon viele Jahre in Horst. Der Stadtteil sei, so der OB, seit 1928 ein selbstbewusster Bestandteil Gelsenkirchens, der im Gegensatz zu anderen Teilen der Stadt, mehr Zuzüge als Abmeldungen zu vermelden habe. Durch das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger hätten die Horster, so Baranowski, viel erreicht und erinnerte dabei an die Schloss-Sanierung, den Nordsternpark und viele andere Dinge, die Horst mehr und mehr Attraktivität brächten. "Wir Horster haben die Entwicklung unseres Stadtteils selbst in der Hand", war sich Frank Baranowski sicher.
Ausstellung eröffnet
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung der Horster Festwoche eröffnete Reinhold Adam, einer der Motoren des Geschichtskreises Nordsternpark, die Ausstellung "Horst im Wandel der Zeit".
Außer ihm haben bei der Zusammenstellung auf Aufbereitung Ernst-Peter Bechtloff, Karl-Heinz Breil, Dieter Rogosch, Norbert Schäfer, Friedhelm Schwickert und Wilhelm Weiß mitgearbeitet. Dem Geschichtsforum Nordsternpark gehören der Geschichtskreis Horst und Freundeskreis Nordstern an.
Mit 300 Bildern und Dokumenten treten die Besucher eine Zeitreise von der Vergangenheit bis zur Jetztzeit an. Adam: "Der Zug der Zeit konnte nicht an jeder Station halt machen. Aber dort, wo er Aufenthalt hat, ist die Geschichte lebendig".
Die gelungene Ausstellung ist Montag bis Freitag von 9-16 Uhr zu sehen, am „Nordsterntag“ (16. Juni) von 10-17 Uhr. Ab 16 Uhr wird an diesem Tag auch die gleichnamige CD-Präsentation vorgeführt.
Großes Interesse fand die Ausstellung "Horst im Wandel der Zeit"
schon am ersten Tag.
Ökumenischer Gottesdienst
"Suchet der Stadt Bestes…"
unter diesen Worten des Propheten Jeremia stand der feierliche ökumenische Gottesdienst am Sonntagnachmittag mit Superintendent Rüdiger Höcker und Ruhrbischof Dr. Felix Genn in der Pfarrkirche St. Hippolytus.
In langer Prozession zogen die Beteiligten in das volle Gotteshaus ein. Bannerträger der Vereine und eine farbenfrohe Abordnung von Bayrisch-Zell Horst-Emscher in Tracht vorweg.
Gehalten wurde der Gottesdienst von Pastor Gerhard Rüsing und Pfarrer Michael Grimm. In Sprechmotetten wurde die Entwicklung der katholischen und evangelischen Kirche in Horst beschrieben.
Nach der Eröffnungsrede des Superintendenten sprach Bischof Dr. Genn über Matthäus 5, 13-16, also einen Teil der Bergpredigt ("Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben"*). Er forderte auf, sich für Freiheit und Gemeinwohl zu engagieren.
Den musikalischen Part übernahmen die Chöre St. Hippolytus, Heilig Geist, St. Laurentius (mit Jugendchor) sowie der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde.
Erstklassig der Chorgesang, wunderbar der gesamte ökumenische Gottesdienst.
*Hier die komplette Bibelstelle: "Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn´s ihr wohl geht, so geht´s auch euch wohl."
Pfarrer Michael Grimm, Superintendent Rüdiger Höcker, Bischof Dr.
Felix Genn und Pastor Gerhard Rüsing
Musical-Gala war top!
Schon lange vorher ausverkauft war die Musical-Gala, zu der der Förderverein Schloß Horst ebenfalls am Sonntag in die Glashalle eingeladen hatte. Mit Richetta Manager, Anke Sieloff, Georg Major und dem "Taschen-Orchester" (es waren nur drei Musiker), der Wolfgang Wilger-Band, hatte man aber auch die Oberklasse unseres Musiktheaters nach Horst verpflichtet.
Die drei Solisten gaben ihr Bestes und das wurde vom begeisterten Publikum darum auch mit viel Beifall und Zugabe-Forderungen belohnt. Schließlich zollten die auf der Bühne der sehr schwülen Witterung in der Glashalle ebenso Tribut wie die vor und neben der Bühne und ließ die Akteure ziehen – allerdings erst, nachdem Heribert Steeger (Vorsitzender) und Wolf Hoffmann (Schriftführer) ihre taufrischen Blumen überreicht und sich namens aller bedankt hatten.
Wolf Hoffmann und Heribert Steeger bedanken sich bei den Akteuren
des Musical-Abends (hier Anke Sieloff).
Fotos: Jürgen Schmidt