Mit der ExtraSchicht feierte die Kulturhauptstadt an diesem Wochenende überall im Ruhrgebiet ihr großes Sommerfest. Trotz des wechselhaften Wetters zog die zehnte Auflage der Nacht der Industriekultur mehr als 200.000 Nachtschwärmer an – ein neuer Rekord!
Das ganze Revier ging wieder auf Entdeckungstour durch die Region. Die Besucher erkundeten die 50 Spielorte und ließen sich von den Inszenierungen begeistern. Und der Blick in die gut gefüllten Buchungslisten der Hotels zeigt, dass sich auch viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Als eine der insgesamt fünf Drehscheiben der diesjährigen ExtraSchicht zeigte sich der Nordsternpark in dieser Nacht von einer ganz poetischen Seite.
Das Restaurant Heiners hatte für ein „Leuchtspektakel“ vor dem THS-Haus gesorgt. Ein Duo auf Stelzen begeisterte mit Licht- und Farbeffekten in der Nacht.
Die THS selbst ließ die Entwicklung des Nordsternparks in einer szenisch auf dem Schacht begleiteten Inszenierung revuepassieren. Tausende starten fasziniert in den Nachthimmel und hörten der interessanten Story zu, sahen die Akteure auf der angestrahlten Empore in luftiger Höhe. Die Geschichte des Nordsternparks, gespuielt hoch oben auf dem Förderturm.
Apropos „luftige Höhe“: Die Hochseiltruppe „Die Trabers“ konnten nur eine von vier geplanten Vorstellungen geben. Böiger Wind und auch Regen machten den Akteuren einen Strich durch die Rechnung.
Sehr zufrieden waren auch die Organisatoren des Bergbaustollens. Fast 2.500 Besucher zählte man bei dieser Extraschicht. Rekord!
Besucher von Nah und Fern -hier zwei Gäste aus München und Augsburg - konnte man im Bergbaustollen begrüßen
Feuerskulpturen rund um den Kohlebunker
Rund um den Kohlebunker hatte die Gruppe „Carabosse“ magische Feuerskulpturen leuchten lassen. Eine Höhepunkt, ebenso wie die Vorstellungen des Theater „Titanick“, die auf dem Rhein-Herne-Kanal ihr Stück „Endstation Wasser“ vorführten – und das gleich vier Mal.
Endstation Wasser: Tausende waren entlang der Böschung von dem Theaterstpück begeistert
„Mécanique Vivante“ aus Frankreich zeigte zum großen Finale eine mystische Geschichte zu Sirenenklängen – und so mancher Zuschauer wollte beim Anblick eines mächtigen Viermasters auf dem Kanal seinen Augen kaum trauen.
Der Deutschland-Express war so gut besucht, dass die Luft darin „zum Schneiden“ war. Die Küche in Heiners Restaurant musste angesichts der Massen schlichtweg kapitulieren. Gut, dass die „Rotschürzen“ im Außenbereich die Verpflegung sicherstellen konnten.
Im großen Saal hatte sich das Geschichtsforum Nordsternpark einquartiert. Dort zeigte das Duo Adam/Schwickert eine Ausstellung zum Nordsternpark und führte vor hunderten Gästen DVD’s zum Thema vor.
Die Sicherheit auf dem Kanal stellte neben der Wasserschutzpolizei auch die DLRG mit insgesamt 25 Einsatzkräften sicher. Für den Fall der Fälle hatten sich die heimischen Rettungsschwimmer der Unterstützung ihrer Bochumer Kollegen versichert, die mit einem fünfköpfigen Tauchtrupp anrückten.
Nach Mitternacht: Eine Pause tat da gut, besonders wenn man dabei von den Leuchtskulpturen am Kohlebunker gewärmt wurde