Dennoch keine Engpässe bei der Trinkwasserversorgung
Der sprichwörtlich so wechselhafte April verwöhnte uns mit sommerlichen Temperaturen und anhaltend blauem Himmel – er war der trockenste seiner Art in den vergangenen hundert Jahren. In Haltern am See registrierte die Messstation z. B. gerade einmal 0,4 mm Regen am 4. April, das war der gesamte Niederschlag des Monats. Ein durchschnittlicher April bringt es auf rd. 50 mm.
Trinkwasserknappheit ist in dieser Region trotzdem kein Thema: Die Talsperren der GELSENWASSER AG in Haltern am See und Hullern erhielten in den überdurchschnittlich feuchten Monaten Januar bis März einen hohen Zulauf und sind deshalb auch nach der aktuellen Trockenzeit noch sehr gut gefüllt. Insgesamt stehen dort aktuell über 29 Mio. Kubikmeter als Trinkwasserreservoir zur Verfügung, das sind 92 % des maximalen Gesamtvolumens.
„Unsere Talsperren reichen aus, um zwei Trockenjahre mit mehreren Monaten unterdurchschnittlichem Niederschlag zu überbrücken. Daher muss sich gegenwärtig niemand in unserem Versorgungsgebiet Sorgen um ausreichendes Trinkwasser machen, Rationierungen wie z. B. in Italien sind völlig unnötig“, erläutert Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG. „Es gibt also keinen Grund, das schöne Wetter nicht zu genießen. Eins ist sicher: Der nächste Regen kommt bestimmt.“
Ähnliches gilt auch für die Trinkwassergewinnung an der Ruhr. Dort sind durch die Talsperren im Sauerland lt. Ruhrverband ebenfalls ausreichende Reserven vorhanden.