Förderschüler und Senioren
profitieren voneinander
Jeden Mittwoch um zehn wiederholt sich die Szene: Mit großes Hallo stürmen Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Förderschule für geistig Behinderte in Beckhausen dem kleinen Bus entgegen, der vor dem Pavillon hält. Endlich ist er wieder da, der Besuch aus der AWO-Seniorenzentrum in Horst!
Seit Oktober 2008 läuft die Kooperation unter dem Motto „Generationen-Café“ zwischen beiden Einrichtungen. Außerhalb der Ferienzeiten fahren jede Woche fünf Heimbewohner in dem von Büssemeier gesponserten Bus zur Albert-Schweitzer-Förderschule. Die Besuche bereiten die SchülerInnen aus der Berufspraxis-Stufe liebevoll vor. Sie backen eigenhändig Kuchen, decken die Kaffeetafel, dekorieren und freuen sich auf die zweistündige Begegnung mit den Senioren. In der Zeit wird miteinander gespielt, gesungen, vorgelesen, viel erzählt und auch gebastelt.
„Berührungsängste gibt es nicht“, weiß Marion Kirchheim-Proksch, die als Lehrerin an der Schule das Projekt ins Leben gerufen hat. Ihr Kollege Dieter Brinker freut sich darüber, dass die Begegnungen Senioren und Schülern gleichermaßen viel geben: „Man profitiert voneinander“, hat er festgestellt. „Unsere Mädchen und Jungen lernen aus den Erzählungen der Senioren, die gerne ihre Lebenserfahrungen weitergeben. Das wiederum gibt unseren Gästen die Gewissheit, dass sie gebraucht werden und Andere von ihren Kenntnissen profitieren“.
Am Donnerstag hatten die Senioren die Förderschüler zum Schuljahresende zu sich an den Marie-Juchacz-Weg eingeladen. Einige von ihnen verlassen dann die Schule. Nach dem gemütlichen Beisammensein gab es Currywurst und Pommes. Das hatten sich die Gäste aus Beckhausen gewünscht.
Marion Kirchheim-Proksch: „Im nächsten Schuljahr wird die Kooperation fortgesetzt – mit oder ohne Currywurst als Festessen.“
