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Aktueller Monat: Mai 2012


Stadtspitzen diskutierten über die B 224

OB Baranowski: „Keine Trasse durch die Heege!“

Die Lösung der Verkehrsprobleme auf der B 224 war sicher das wichtigste Thema, mit dem sich der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski und Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland bei ihrem regelmäßigen Gedankenaustausch, der diesmal im Gladbecker Rathaus stattfand, beschäftigten.

Einhellig waren beide Stadtoberhäupter der Auffassung, dass die gesamte Emscher-Lippe-Region von einer Lösung der Verkehrsprobleme auf der B 224 profitieren werde. Daher müssten auch alle politischen Kräfte der gesamten Emscher-Lippe-Region gemeinsam für eine schnelle und überzeugende Lösung eintreten!
Schon jetzt seien viele Bürgerinnen und Bürger vor allem in Gelsenkirchen und Gladbeck durch die Auswirkungen des starken Verkehrsaufkommens auf den Bundesstraßen und Autobahnen der Region erheblich belastet. Zusätzliche Belastungen durch einen Ausbau der B 224 zur A 52 müssten daher unbedingt vermieden werden. Dies gelte sowohl für die Frage, in welcher Weise der Verkehr während der vom Landesbetrieb Straßenbau NRW geschätzten Bauzeit von fünf bis sieben Jahren abgewickelt werden könne als auch für die Entscheidung über die endgültige Lösung.

Trasse zerstört Natur"
Oberbürgermeister Frank Baranowski lehnt hier, gestützt auf einen Beschluss des Gelsenkirchener Rates, eine Umgehungslösung durch die Heege nachdrücklich ab: „Eine Trasse der A 52 durch das Landschaftsschutzgebiet in der Heege in Gelsenkirchen würde dieses wichtige Stück Natur unwiederbringbar zerstören und gewachsene Wegeverbindungen zwischen den Stadtteilen Bülse, Schaffrath und Buer zerschneiden. Für mich ist die Tunnellösung in vielerlei Hinsicht zu favorisieren.“
Dagegen plädiert Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland in Abstimmung mit dem Kreis Recklinghausen und den kreisangehörigen Städten dafür, alle vom Landesbetrieb Straßenbau bisher untersuchten Varianten (Tunnel, Galerie oder Umfahrung durch die Heege) eingehend zu prüfen und erst nach umfassender Prüfung der Umweltverträglichkeitsstudie und des Gutachtens der Stadt Gladbeck zu einer endgültigen Bewertung zu kommen.

Tunnellösung im Auge behalten
Einig waren sich die beiden Stadtoberhäupter allerdings in einer Frage: „Warum ist es möglich, Verkehrsprobleme in der Landeshauptstadt Düsseldorf durch den Bau großzügiger Tunnelanlagen zu lösen, während eine solche Lösung für den Emscher-Lippe-Raum durch den Landesbetrieb Straßenbau nachdrücklich ausgeschlossen wird? Eine Lösung der jahrzehntealten Verkehrsprobleme auf der B 224 ist im Interesse der Menschen und für den Strukturwandel in unserer Region von immenser Bedeutung. Daher darf eine Tunnellösung nicht von vornherein aus finanziellen Gründen ausgeschlossen werden!“