Arthur Spangemacher: Dichter des Horster Heimatliedes
Arthur Spangemacher war in Horst als "rasender Reporter" bekannt und auf seine unnachahmbare Art eilte er von Veranstaltung zu Veranstaltung, um von lokalen Ereignissen aus Horst in der Presse zu berichten.
Arthur Spangemacher war ein „Kavalier der alten Schule“, gebildet und musikalisch begabt. Seinen Lebensunterhalt bestritt er durch das Schreiben von Berichten, die er an die Gelsenkirchener Presse weitergab und dafür Zeilenhonorar bekam.
Wenn nichts los war im „Dorf“ soll er – so berichtet man sich augenzwinkernd – auch schon mal den einen oder anderen Unfall oder Vorfall erfunden haben. Arthur Spangemacher war in den Redaktionen stets gerne gesehen und beliebt – und wenn er stets auf den letzten Drücker kam und sein Manuskript abgab.
Das Horster Original starb vor 25 Jahren und fand seine letzte Ruhe auf dem Horster Südfriedhof.
Unvergessen bleibt er den alten Horstern in Erinnerung, unvergessen für viele ist auch das Horster Heimatlied, dass er eigens für die Horster Festwoche "700 Jahre Freiheit Horst" umgeschrieben hat. Es wird beim „Horster Abend“ am 14. Juni (Einlass 18 Uhr in der Glashalle) vom Meisterchor Frohsinn vorgetragen.
Dieses Lied, das früher oft aus den Kneipen schallte, erreichte jetzt Reinhold Adam vom Geschichtsforum Nordsternpark. Er hat auch schon Fotos, Dokumente, Videos und Super-8-Filme bekommen.
Aufgrund des angesammelten umfangreichen Materials sind die Horster Geschichtsfreunde auf der Suche nach Räumlichkeiten, um das Material sachgerecht zu lagern und es der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.
Horster Heimatlied
von Arthur Spangemacher
Ganz draußen am Rande
der Tausend-Feuer-Stadt,
am grünen Emscherstrande
spricht man von dat und wat.
Die Stadt hätt tausend Feuer,
doch Horst fast tausend Jahr
es ist mir lieb und teuer,
drum sing ich froh und klar:
Refrain:
Horst-Emscher, Horst-Emscher,
du Heimatstädtchen mein,
du liegst an der Emscher
genau wie Köln am Rhein.
Am Rhein, da blühen die Reben,
in Horst nur die Idee:
wir lieben und wir leben
am Emscherstrand - juchhe!
Heut wolln wir mal nichts hören
von Kohle, Koks, Benzin.
Wir lassen uns nicht stören,
wenn schöne Stunden fliehn.
Ein liebes Horster Mädel,
dazu ein Fläschchen Wein!
Brummt sie und dann der Schädel,
dann fällt mir wieder ein:
Refrain
Wie damals auf die Ritter,
die alten von der Horst,
so warten viele Liter
auch heut auf euren Dorst.
Und sind auch knapp die Flöhe,
die Sorgen noch so schwer,
hilft euch kein Ach und Wehe,
singt lieber einmal mehr:
Refrain