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Aktueller Monat: Mai 2012


24.08.: Abschied von Pastor Sobiech

Pastor Sobiech der Liebfrauen-Gemeinde wird verabschiedet

Am 24. August wurde Pastor Sobiech der Liebfrauen-Gemeinde in Beckhausen verabschiedet. Werner Lipphaus, Vorstand des Gemeinderat Liebfrauen führte aus diesem Anlass ein Interview mit dem scheidenden Pastor.

Otto Sobiech wurde am 24. August 1939 in Duisburg geboren, sein Abitur machte er 1958 und studierte anschließend bis 1964 in Münster, München und im Priesterseminar Essen-Werden Theologie.
Von 1964 bis 1968 war er Kaplan in Herz Jesu, Duisburg-Neumühl und ab 1965 auch Dekanatsjugendseelsorger.
Die Jahre 1968 bis 1973 verbrachte er als Kaplan in St. Michael, Mülheim-Speldorf.
Von 1973 – 1986 war er dann Pfarrrektor im Seelsorgebezirk St. Anno, Pfarrei St. Nikolaus in Essen-Stoppenberg. Während dieser Zeit wurde die Kirche St. Anno neu gebaut und 1977 eingeweiht.
Seit dem 1. Juli 1986 ist Otto Sobiech Pfarrer in Liebfrauen, Beckhausen. Nach der Strukturreform im Jahre 2007 ist er Pastor der Gemeinde Liebfrauen mit der Filialkirche St. Clemens Maria Hofbauer in Sutum in der Pfarrei St. Hippolytus.

Herr Pastor Sobiech, am 24. Aug. 2009 werden Sie verabschiedet, wie fühlen Sie sich?
Ich verlasse die Gemeinde Liebfrauen nicht gerne. Es fällt mir schwer, mich nach 23 Jahren zu verabschieden. Ich bin aber auch froh, dass ich nicht mehr diese Verantwortung tragen muss.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für ein Leben als Geistlicher entschieden haben?
Meine Jugendkapläne haben einen großen Anteil daran, dass ich mich für ein Leben als Geistlicher entschieden habe. Allerdings habe ich mich auch schon früh in meinem Leben für die theologische Arbeit interessiert.

Wenn Sie 23 Jahre Revue passieren lassen, was nehmen Sie an positiven Effekten mit?
Die größten positiven Effekte sind die hervorragende Kirchenmusik und die großartigen Chöre der Gemeinde Liebfrauen unter der Leitung von Wolfgang Wilger.
Auch die offene und liebe Art der Menschen in Beckhausen haben mir sehr viel Kraft für meine tägliche Arbeit in Liebfrauen gegeben.
Das rege Gemeindeleben in Liebfrauen und die tolle Arbeit der Verbände werde ich bestimmt nicht vergessen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft, für Sie persönlich und für die Gemeinde Liebfrauen?
Der Gemeinde wünsche ich weiterhin ein reges und aktives Gemeindeleben mit meinem Nachfolger. Nehmt meinen Nachfolger bitte mit der gleichen Liebe und Freundlichkeit auf, wie ich aufgenommen wurde!
Persönlich wünsche ich mir, dass ich meine zukünftige Aufgabe als Pastor im besonderen Dienst sinnvoll erfüllen kann. Ab September 2009 bin ich als Pastor im besonderen Dienst in der Pfarrei St. Josef in Bottrop mit dem Schwerpunkt Filialkirche St. Franziskus in Bottrop-Welheim tätig.
Außerdem wünsche ich mir, dass meine Kontakte und Freundschaften, die ich in den letzten 23 Jahren gefunden habe, weiterhin bestehen bleiben.

Zwei Jahre Strukturreform, war sie unausweichlich?
Klare Frage, klare Antwort: Die Strukturreform war unausweichlich, es ging nicht anders.

Sie hatten immer ein Herz und ein offenes Ohr für die Jugend, was möchten Sie der Jugend mit auf den Weg geben?
Die Jugend soll sich nicht den Optimismus nehmen lassen, offen sein und sich auch von den Erwachsenen beraten lassen und dies auch von den Erwachsenen einfordern. Die Jugendlichen sollen aber auch den Kontakt zur Gemeinde nicht abreißen lassen und aktiv mitarbeiten. Liebe Jungendliche, lasst Euch nicht unterkriegen; damit eine Gemeinde aktiv bleiben kann, braucht eine Gemeinde eine aktive Jugend!

Herr Pastor Sobiech, wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen für den weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

Das Gespräch führte Werner Lipphaus, Vorstand Gemeinderat Liebfrauen.

Anm. d. R.: Am 24. August feierte Pastor Otto Sobiech seinen 70. Geburtstag und hielt einen Abschiedsgottesdienst. Ab September 2009 ist er als Pastor im besonderen Dienst in der Pfarrei St. Josef in Bottrop mit dem Schwerpunkt Filialkirche St. Franziskus in Bottrop-Welheim im Einsatz.