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Aktueller Monat: Mai 2012


Letzter Gottesdienst in Jakobuskirche

Tränen zum Abschied

Am Totensonntag endete nicht nur das Kirchenjahr, sondern auch die Existenz der Jakobuskirche als Mittelpunkt der evangelischen Christen in Horst-Süd. Viele Tränen flossen, als nach dem letzten Gottesdienst die liturgischen Gegenstände herausgetragen wurden, Pfarrer Ernst Udo Metz den Schlusssegen vor der Kirche spendete und dabei die Glocken läuteten.

Jakobusaus
Pfarrer Metz spendet den betroffenen Gläubigen den Schlusssegen. Neben ihm Pastor Michael Grimm und Pastor Ernst Klein.

Als das Gemeindezentrum in den 60er Jahren gebaut wurde, verzeichnete die Evangelische Kirche in Westfalen permanent wachsende Mitgliederzahlen. Logische Konsequenz war der Bau der Lukaskirche mit anschließendem Gemeindehaus. „Alles hat seine Zeit und in Anbetracht der Situation der Kirchen müssen wir mutig sein und das tu, was getan werden muss“, predigte Superintendent Rüdiger Höcker.
Zum letzten Gottesdienst war auch der Ruheständler Pfarrer Ernst Klein aus Düsseldorf gekommen. Wie viele andere nahm auch er mit Tränen in den Augen Abschied von „seiner“ Jakobuskirche, in der er fast sein halbes Leben Dienst an den Menschen tat.
Von der katholischen St. Laurentius-Gemeinde kam Pastor Wolfgang Pingel. Zwar erst zum Schlusssegen, aber trotz eigener Verpflichtungen am Sonntagvormittag wollte er seine evangelischen Nachbarn in dieser schweren Stunde nicht allein lassen.
Wie es mit der Horster Jakobuskirche weiter geht steht noch in den Sternen. Sie ist in ein Modellprojekt des Landes NRW aufgenommen worden. Dort erarbeitete Studien sollen Ideen für mögliche Nachnutzungen liefern, die Kosten abschätzen und langfristige Trägermodelle für den Unterhalt vorschlagen.

Jakobusaus
Nachdem Altar, Kanzel und Taufbecken verdeckt und die Kerzen verlöscht wurden trugen Presbyter die liturgischen Gegenstände vor die Kirche.Bilder: Fotoemscherlippe/Charly Gaub