Gesund leben mit Tieren
Tiere bereichern unser Leben und sind aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen nicht wegzudenken. Sie sind Teil unserer Kultur und spielen sogar in den Religionen, Mythen und Märchen vieler Völker eine wichtige Rolle.

Mit Tieren an unserer Seite leben wir gesünder: zum einen durch tägliche Bewegung an frischer Luft, etwa im Umgang mit Hunden und Pferden, zum andern schenkt uns die Nähe und Beziehung zu Tieren viel Freude und Geborgenheit, stärkt unser Selbstvertrauen und unsere Kontaktfähigkeit zu anderen Menschen.
Kinder, die in einem Haushalt mit Tieren aufwachsen, entwickeln sich besser und lernen Verantwortung im Umgang mit Katzen, Hunden, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögeln, Pferden oder anderen Haustieren.
Die Nachteile eines Zusammenlebens mit Tieren sind vergleichsweise gering: Ihre artgerechte Haltung und Pflege erfordert Zeit und Geld und verursacht möglicherweise auch einmal Ärger mit Nachbarn oder Freunden ohne „Tierverstand”.
Wer die speziellen Bedürfnisse seines Tieres bei Haltung und Pflege berücksichtigt und dessen Gesundheitszustand regelmäßig kontrollieren lässt, braucht kaum eine Gefährdung der eigenen Gesundheit zu befürchten: Es besteht nur ein geringes Risiko für die Entwicklung einer Allergie gegen Tierhautschuppen, für Verletzungen durch das Tier oder für die Übertragung von Erregern.
Vorsichtsmaßnahmen gegen mögliche Ansteckung beinhalten: Impfung gegen Tollwut und eine regelmäßige Vorbeugung gegen Parasiten. Der Kot der Tiere sollte nicht mit bloßen Händen berührt und täglich entsorgt werden (z.B. mit einer Schaufel oder Gummihandschuhen). Tierhalter sollten auch die Jagd auf Beutetiere und das Fressen von ungekochtem Fleisch verhindern.
Ist ein Tier möglicherweise erkrankt, muß ein zu enger Kontakt vermieden werden, solange Art und Ursache der Krankheit nicht abgeklärt sind. Kranke Tiere sollten von einem Tierarzt bzw. einer Tierärztin behandelt werden.
Nur für Kleinkinder, schwangere Frauen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem (durch AIDS, Leukämie oder Chemo- oder Kortisontherapien) ist die Gefahr, an übertragbaren Erregern zu erkranken, erhöht. In solchen Fällen sind zusätzliche Hygiene- und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen sinnvoll.
DVM (CDN) Annette Daniels