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Aktueller Monat: Mai 2012


Schloss Horst:

LWL-Chef informiert sich
über Gips und Grips

Im Schloß Horst hat sich der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch über das Projekt "Mit Gips und Grips" und die Arbeit des Fördervereins informiert. Das Projekt ist die Aufarbeitung der 15-jährigen Ausgrabungen durch den LWL.

Das Besondere: Die Arbeiten der Wissenschaftler finden soweit wie möglich unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Besucher des Schlosses können sich nicht nur über den aktuellen Stand der Ergebnisse informieren, sondern den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit zuschauen und bei Veranstaltungen unter fachlicher Betreuung selbst Hand anlegen. Kirsch: LWL, die Stadt Gelsenkirchen und der Förderverein arbeiten hier am Schloss sehr gut zusammen."

Bedingt durch die Sanierung und Restaurierung des Schlosses mussten die LWL-Archäologen zwischen 1990 und 2005 großflächige Ausgrabungen vornehmen. Sie dokumentierten dabei die tausend-jährige Geschichte des Ortes: von einer Hofstelle des 11. beziehungsweise 12. Jahrhunderts über eine hölzerne Wehranlage im 13. und eine Steinburg im 14. und 15. Jahrhundert bis hin zur Errichtung des heutigen Schlosses im 16. Jahrhundert. Einige der bedeutendsten Funde, darunter Geräte aus einer Alchemisten-Werkstatt, venezianisches Luxusgeschirr und bauplastischer Schmuck, sind im LWL- Museum für Archäologie in Herne ausgestellt.

Schloß Horst, erbaut zwischen 1554 und 1572, ist das bedeutendste Renaissance-Schloss Nordwestdeutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel es trotz vielfacher Anstrengungen seiner Besitzer zunehmend. 1988 kaufte die Stadt Gelsenkirchen das Schloss, 1990 begannen die Sanierungs- und Aufbauarbeiten. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die alte und die neue Bausubstanz den Betrachtern bewusst bleibt. Heute ist Schloß Horst Ort für Kulturveranstaltungen und das zentrale Standesamt der Stadt, es beherbergt die Bezirksverwaltungsstelle Gelsenkirchen-West und bietet gehobene Gastronomie.

Kodiak
Dr. Wolfgang Kirsch (2.v.l.) bei seinem Besuch im Schloss. Foto: LWL