Ingenieur spendet MLPD mehr als zwei Millionen
Michael May (57), Diplom-Ingenieur vom Niederrhein, hat fast sein ganzes Millionen-Vermögen an die in Horst ansässige MLPD verschenkt!
Das ergibt sich aus dem Spendenbericht, den Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) jetzt vorgelegt hat.
May hat in den letzten Monaten bereits 2,5 Millionen Euro an die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) überwiesen.
Was ist das für ein Mensch, der einfach soviel Geld verschenkt? 25 Jahre lang arbeitete May im Bergbau – regulierte zuletzt Bergschäden. Jetzt ist er im vorzeitigen Ruhestand. Ende 2004 hat er von seiner Mutter Lore († 87) ein Millionen-Vermögen geerbt. Geld, das sein Vater Ernst einst als Architekt in Düsseldorf „redlich verdient“ hatte, so May.
Doch Geld bedeutet May nicht viel („Ich komme gut mit dem aus, was ich verdiene“) – und deshalb wohnt er trotz des Millionen-Erbes weiter in seiner grauen, für 460 Euro gemieteten Doppelhaushälfte (dreieinhalb Zimmer, 75 qm) mit Garten (9x28 Meter) in der Bergarbeitersiedlung Baujahr 1920. Fährt einen kleinen Seat (13 500 Euro).
Sein höchstes Glück ist bescheiden: „Mit Freunden zusammensitzen und grillen.“
Und warum spendet er ausgerechnet den Sozialisten? „Die haben immer für die Arbeiter gekämpft. Das habe ich selbst vor den Werkstoren erlebt. Ich habe schon vor 1989 die DDR und Honecker kritisiert. Das hatte mit echtem Marxismus nichts zu tun ...“