Eltern allein gelassen
Allein gelassen fühlen sich die Eltern des Katholischen Kindergartens Maria Königin an der Flöttestraße. Die Einrichtung soll nach dem Willen des Bistums auslaufen. Da keine neue Kinder aufgenommen werden dürfen, rechnet man im Sommer nächsten Jahres mit dem Aus.
Von der Stadt Gelsenkirchen übernommen wird der Kindergarten scheinbar auch nicht, sodass die Schließung unausweichlich zu werden scheint. Mutter Birte Hase: „Wir vermuten, dass die Kirche lieber das Grundstück verkaufen will und die Einrichtung gar nicht zur Übernahme freigegeben hat“.
„Was uns am meisten entsetzt ist die Tatsache, dass sich kein Pfarrer aus Horst für uns interessiert, uns wenigstens Trost zuspricht. Alles wird hingenommen, keiner will sich des Problems annehmen“, ärgert sich Birte Hase
Wie hier bei Norkus treffen sich die Eltern um Informationen auszutauschen und Aktionen abzusprechen. Viele von ihnen haben an einer gemeinsamen Protestveranstaltung in Essen teilgenommen. Jetzt will man städteübergreifend einen Runden Tisch ins Leben rufen, zu dem die Verantwortlichen eingeladen werden sollen.
Besonders traurig sind die Betroffenen darüber, dass das engagierte und bewährte Konzept von Kindergartenleiterin Margret Müller und ihren Mitarbeiterinnen nicht fortgesetzt werden kann. „Frau Müller leistet hier Beispielhaftes. Sie und ihr Team sind mit ganzem Herzen dabei. Das jetzt von der Stadt favorisierte Familienzentrum-Konzept hat man an der Flöttestraße schon seit jeher umgesetzt: ganzeinheitliche Betreuung von Kindern und Familien“, so die Pädagogin.
