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Junge Deutsche Philharmonie & George Benjamin am Samstag in der Philharmonie Essen
2008 ist Messiaen-Jahr: Im April wäre der bedeutende französische Komponist, dessen Werke auch in der vergangenen Philharmonie-Saison umfassend gewürdigt wurden, 100 Jahre alt geworden. Grund genug für die Junge Deutsche Philharmonie, sich mit einem entsprechenden Programm in die Feierlichkeiten anlässlich des Zentenariums von Olivier Messiaen einzubringen.
Wer wäre als Dirigent besser geeignet als Messiaens Lieblingsschüler und Protegé, der inzwischen selbst hoch geachtete Komponist und Dirigent George Benjamin? Die Zusammenarbeit zwischen der Jungen Deutschen Philharmonie und Benjamain spiegelt dabei das Engagement des 1974 gegründeten Orchesters für zeitgenössisches Repertoire wider: Richard Wagners Vorspiel zum Bühnenweihfestspiel „Parsifal” sowie der Trauermarsch und das Finale aus seinem Bühnenfestspiel „Götterdämmerung” umrahmen Olivier Messiaens „Chronochromie” und George Benjamins „Palimpsests”.
Für einen kleinen, aber vorausgeplanten Skandal sorgte die im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 1960 uraufgeführte „Chronochromie”, in der Messiaen ein reines „Vogelkonzert” heraufbeschwor: Achtzehn Streicher verliehen achtzehn verschiedenen Vogelstimmen Frankreichs ihre Stimme. Die Zuschauer kommentierten die „Zwitschersymphonie” mit Trillerpfeifen und Geschrei. Messiaen selbst äußerte sich gelassen zu der Publikumsreaktion: „Wirklich sonderbar! Gerade gegen den nettesten Teil haben sie randaliert”. Weniger lärmend hingegen geriet vierzig Jahre später die Premiere von Benjamins „Palimpsests” im Barbican Center mit dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez, dem Benjamin das Orchesterstück zu dessen 75. Geburtstag widmete. Wie auf jenen Pergamenten, die in alten Zeiten immer wieder abgerieben und neu beschrieben wurden, überlagern sich hier klangliche Schichten. Trauermarsch und Finale der „Götterdämmerung” leiten darauf das Finale des Konzertes ein. Die australische Sängerin Elizabeth Connell, Spezialistin für das Wagner-Fach, übernimmt am Samstag, 27. September 2008 (20 Uhr) im Alfried Krupp Saal die Partie der Brünnhilde.
Karten (Preise (€): 39,-/39,-/25,-/18,-/8,- zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.), Tel. 0201/8122-200 sowie unter www.philharmonie-essen.de.
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