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Aktueller Monat: Mai 2012


Freundschaftsspiel: Schalke - St. Petersburg 2:1

Highlight war das Tor von
04-Kapitän Marcelo Bordon

(up)Inzwischen hat in der Bundesliga die heiße Phase der Vorbereitung auf den Rückrundenstart begonnen. Dabei wird deutlich, dass gerade die Spitzenvereine der deutschen Eliteklasse viel Wert darauf legen, auch in den Testspielen durch Erfolge zu glänzen, um so ihren Anspruch auf den Titel noch einmal zu untermauern.

So z.B. Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern: "Wir haben in der Vorbereitung kein Spiel verloren. Das zeigt, dass wir gut drauf sind. Wir wollen natürlich den Titel verteidigen." Beim Hamburger SV gewannen die Münchener am Samstag übrigens souverän mit 2:0-Toren.
Dagegen konnte Schalke in der Arena beim 2:1 (2:1)-Erfolg über den FC Zenit St. Petersburg nur in den ersten 45 Minuten überzeugen. Nach der Pause taten die vielen Spielerwechsel dem Treffen überhaupt nicht gut, die Partie verflachte und Schalkes Fans vergnügten sich im zweiten Abschnitt eher mit der bekannten "Laola-Welle".
Interessant und äußerst creativ war vor dem Anpfiff die Vorstellung des neuen Hauptsponsors Gazprom und die Übergabe des überdimensionalen Trikots an die Fans in der Nordkurve.
Danach diktierte im Tespiel gegen die Russen in der Veltins-Arena in der ersten Viertelstunde nur der Bundesligist das Geschehen. Bereits in der 9. Minute das "Highlight" der Partie. Kapitän Marcelo Bordon gelang mit dem 1:0 ein typisches "Tor des Monats". Nach Zuspiel von Lincoln setzte der Brasilianer mit einem Seitfallzieher das Leder aus 14 Metern unhaltbar in die untere linke Torecke.
Nachdem Kevin Kuranyi, der übrigens viele gute Möglichkeiten nicht nutzen konnte, in der 15. Minute ganz knapp nach Zuspiel von Halil Altintop am Ball vorbeigrätschte, fiel in der 21. Minute aus heiterem Himmel der Ausgleich. St. Petersburg konterte, Mladen Krstajic patzte und Pavel Pogrebnyak markierte mit einem satten Flachschuss aus 13 Metern den Ausgleich. Manuel Neuer, der einen glänzenden Gesamteindruck machte, hatte keine Abwehrchance.
Fast ein Geschenk der Gäste war dann das 2:1 der Schalker in der 31. Minute. Die Abwehrkette der Russen übersah an der Strafraumgrenze Schalkes Angreifer Kevin Kuranyi. Ein zu lasches Rückspiel an Keeper Malafeev erahnte der Angreifer der Knappen und hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz den Siegtreffer der Hausherren zu erzielen.
Richtig gut war bei den Schalkern in dieser Phase das Zusammenspiel zwischen Halil Altintop und Kevin Kuranyi. Doch bei der Chancenverwertung, da haperte es noch gewaltig. Trainer Slomka praktizierte übrigens gegen die Russen das 4-4-2 System, da Lövenkrands (Hexenschuss) nicht spielen konnte. Hätte Schalke nach 45 Minuten mit 5:1 geführt, die Gäste aus St. Petersburg hätten sich nicht beklagen dürfen. Kuranyi vergab beste Chancen in der 25., 31. und 42. Minute. In der 29. Minute zirkelte Lincoln einen Freistoss aus 20 Metern nur knapp am Tor vorbei.
Nach der Pause hatten die Knappen nur noch eine gute Chance. Die vergab erneut Kevin Kuranyi in der 58. Minute, als er das Leder aus 11 Metern freistehend über das Tor setzte. Die Russen hatten noch zwei ausgezeichnete Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen. Andrey Arshavin setzte in der 54. Minute aus 12 Metern den Ball am Gehäuse vorbei und in der 87. Minute dann noch eine Glanztat von Manuel Neuer, der nach einem Kopfball von Panov auf der Linie toll reagierte.
Fazit zur Partie: Schalke konnte in den ersten 45 Minuten überzeugen. Im zweiten Abschnitt flachte die Partie deutlich ab, die vielen Wechsel auf beiden Seiten taten dem Treffen nicht gut. Erkenntnisse für dem Frankfurt-Spiel konnte man nicht sammeln. Wie sagte doch Marcelo Bordon nach dem Abpfiff: "In einem Testspiel ist man schon einmal ein wenig unkonzentriert. Da sieht es in der Bundesliga schon anders aus."

Petersburg
Mit einer großartigen Show präsentierte sich Schalkes Hauptsponsor Gazprom. Bild: Valerie Paziorek