3499 Menschen sammelten
22,9 Tonnen Müll und Unrat
Zahlreiche Vereine, Schulen, Organisationen und Privatleute machten auch in diesem Jahr bei der Aktion GE-putzt mit. Oberbürgermeister Baranowski fand sich pünktlich beim Schwimmverein Horst ein um rund um das Hallenbad Horst Müll zu sammeln.

Oberbürgermeister Frank Baranowski machte mit, als der Schwimmverein Horst rund um das Hallenbad für Ordnung sorgte.
Gelsenkirchen scheint relativ reinlicher geworden zu sein. Während die freiwilligen „Entsorgungshelfer“ am großen Putztag 2007 noch umgerechnet 7,8 Kilo Müll pro Kopf von Straßen, Plätzen und Grünflächen gesammelt hatten, waren es 2008 noch 7 Kilo. Diesmal kamen sie auf nur 6,5 Kilo. Ein wenig negativ schlägt zu Buche, dass die Teilnehmerzahl etwas zurückgegangen ist, was dem Trend im ganzen Ruhrgebiet entspricht.
Trotz des schlechten Wetters waren 3.499 Menschen angetreten, darunter viele Jugendliche und sogar Kinder, um die Stadtlandschaft von insgesamt 22,9 Tonnen Abfällen aller Art zu befreien. Zum Vergleich: 2008 sammelten 4.419 Freiwillige 31,3 Tonnen ein. Dieser Teilnehmerrückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass von einigen Schulen, die früher ganze Hundertschaften junger Leute ins Feld geschickt hatten, die Anmeldungen ausgeblieben waren. In allen 17 teilnehmenden Städten des Ruhrgebiets mobilisierte der Frühjahrsputz insgesamt 33.104 Bürgerinnen und Bürger, gegenüber 35.630 im Vorjahr.

Der BV Horst-Süd hatte sich das Fürstenbergstadion als Reinigungsrevier ausgesucht.
Obwohl die Betreuer von GELSENDIENSTE übereinstimmend über einen allgemeinen Rückgang der „Stadtvermüllung“ berichten, gab es noch mehr als genug unerfreuliche Erscheinungen. Immer noch meinen erwachsene Menschen, Kühlschränke, Fernsehgeräte, Autobatterien, ja sogar Möbel seien hinter dem nächsten Gebüsch angemessen entsorgt. Hier lag haufenweise Asphaltbruch, da waren weggeworfene Teppiche zu finden. Auffallend war die große Zahl von Schnapsfläschchen, vielleicht noch Relikte des Karnevals. Auch das Original eines Gerichtsbeschlusses wurde gefunden, dessen Inhalt dem Adressaten eigentlich ziemlich peinlich sein sollte. Es war nicht einmal zerrissen. Gewichtigstes „Fundstück“ war ein kaputter Ford Transit mit eingeschlagenen Fenstern – und einem englischen Kennzeichen. Ebenfalls zu sperrig für die Putzhelfer war ein komplettes Sofa, um das sich nun die Profis von GELSENDIENSTE kümmern werden.
Regina Weitkämper, die die Aktion bei GELSENDIENSTE koordinierte, wunderte sich: „Es macht die gleich Mühe, ob man seine Großabfälle heimlich und verstohlen in die Landschaft schleppt, oder ob man sie einfach bei uns abgibt.“ Sie berichtet aber auch von einem ganz seltsamen Fall: Eine Gruppe hatte am Vorabend ihr Areal besichtigt, um zu sehen, wo besonders nötig aufgeräumt werden musste. Als sie am Samstagmorgen ihre „Problemzone“ in Angriff nehmen wollte – war der Müll verschwunden! Die überwiegend jugendlichen Helfer waren richtiggehend enttäuscht. Man hatte „ihren“ Abfall geklaut!

Die CDU Horst (Vorsitzender Werner Klaus Jansen, Harald Heilig und Franz-Josef Berghorn) sammelten im Sackgassenbereich des Schollbruch.