Ampelschaltungen in Horst werden bis Oktober verbessert

Eine gute Nachricht: Nachdem das Verkehrsreferat der Bezirksvertretung West und vielen klageführenden Bürgern eine Überprüfung der Ampelsituation an der Turf-/Schmalhorststraße erst zum Jahresende in Aussicht gestellt hat, liegen jetzt schon erste Ergebnisse vor, die bis zum Oktober umgesetzt sein sollen.
Nach massiven Beschwerden von Verkehrsteilnehmern sind in Gelsenkirchen-Horst die Lichtzeichenanlagen im Zuge der Straßenbahnlinie U 17 erneut auf mögliche Verbesserungen überprüft worden. Möglich wurde dies durch den neuen Verkehrsrechner, durch den noch differenzierter nach Verbesserungsmöglichkeiten bei den verkehrsabhängigen Steuerungen der Ampelanlagen gesucht werden kann.
Erste Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Vorrangschaltungen für den Öffentlichen Personennahverkehr verbessert werden können. So wurde festgestellt, dass Busse durch die technischen Einstellungen zu früh angemeldet oder zu spät abgemeldet werden. In einigen Fällen wird das Signal erst durch die Notanforderungsschleifen ausgelöst. Im Ergebnis führt es dazu, dass es von Bussen und Bahnen ungenutzte Grünzeiten gibt, welche den anderen Verkehrsteilnehmern weggenommen werden. Werden dann die Straßenbahnen und die U 17 hinter den Bussen aufgehalten, kommt es zu zusätzlichen Verzögerungen.
In Abstimmung mit den beteiligten Verkehrsunternehmen, sollen deshalb einige Verbesserungen eingeführt werden.
Grüne Welle gestört
So werden die Zeitpunkte der automatischen An- und Abmeldungen abgestimmt und optimiert. Die Zuverlässigkeit der Funkanforderungen der Busse durch die Verkehrsunternehmen soll verbessert werden. Um an der Ampelanlage Turfstraße/Essener Straße (Haltestelle Buerer Straße) unnötige Wartezeiten zu verhindern, soll die Freischaltung erst durch das Befahren der Anforderungsschleife am Ende der Haltestelle und nicht durch Funk vor der Einfahrt in die Haltestelle ausgelöst werden.
An der Anlage Turfstraße/Essener Straße (Haltestelle Buerer Straße) kam es zu unnötig langen Grünphasen, da die Busse ausfahrend aus der Haltestelle in Fahrtrichtung Buer zum Teil keine Abmeldungen sendeten und damit zu lange Freigabezeiten auslösten. Die wiederum verursachten Störungen der „Grünen Welle“ zur Nachbaranlage an der Buerer Straße. Dieses Problem wird durch die Vestische gelöst.
An der Ampelanlage Schmalhorststraße / Devensstraße wird ein Anforderungstaster für Busse nachgerüstet. Hier ist die Häufigkeit sehr groß, das Busse, insbesondere der Linie 396, die nachfolgenden Bahnen aufhalten, da eine eindeutige Bestimmung welches Freigabesignal notwendig ist, um das jeweils voran fahrende Fahrzeug mit einem Freigabesignal zu bedienen, nicht immer möglich ist.
Die Anlagen an den kleinen Querstraßen wie Industriestraße, Fürstenbergstraße oder Buerer Straße sollen weiter bestehen bleiben. In allen Kreuzungs- bzw. Einmündungsbereichen soll Fußgängern eine sichere Querung der Straßen, insbesondere über die Turf- bzw. Schmalhorststraße oder auch der sichere Zugang zu den Haltestellen in der Mitte ermöglicht werden. Über eine Straße die in der Mittellage von einer Bahn befahren wird, ist kein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) zulässig. Somit wären zumindest Fußgängerampeln notwendig.
Zur Umsetzung der Beschleunigung der in der Mitteltrasse fahrenden ÖPNV-Fahrzeuge sind jedoch auch parallel fahrende Linksabbieger und geradeaus und links abbiegende Fahrzeuge aus den Nebenstraßen gegenüber den Bussen und Bahnen abzusichern und zu trennen.
Daneben besteht, im Zusammenhang mit der geforderten Barrierefreiheit für Behinderte und dem Ratsbeschluss neue Ampelanlagen blinden- und sehbehindertengerecht auszustatten, die Erfordernis die Blinden an allen Furten, also auch über die Nebenstraßen sicher zu führen.
Bezirksvorsteher Joachim Gill: „Prima, dass das Verkehrsreferat trotz der Fußball-Weltmeisterschaft mit all ihren Arbeitsbelastungen jetzt schon reagiert und umfassende Ergebnisse geliefert hat. Dadurch ist das Vertrauen der Bürger in seine Verwaltung gefestigt worden. Ich bin mir sicher, dass es nach den Umstellungen zu einer merklichen Verbesserung der Verkehrssituation in Horst-Mitte kommt und Schleichverkehre beispielsweise auf dem Schollbruch oder in der Vogelsangstraße unnötig werden“.