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Wohnortnahe Rehabilitation in Gelsenkirchen
Am 1. Oktober 2007 ging sie an den Start: Die Rehaklinik am Berger See. Patienten, die zum ersten Mal die neue Klinik betreten, werden sich fragen, ob sie in den kommenden drei Wochen ihrer Anschlussheilbehandlung in einem Mehr-Sterne-Hotel therapiert werden.
So gar nichts erinnert an ihren zurückliegenden Krankenhausaufenthalt. Die Einzelzimmer sind komfortabel ausgestattet; helle Holz- und Flechtmöbel, Teppichboden und Grünpflanzen bereiten eine wohnliche Atmosphäre. „Das ist gewollt”, sagt Chefarzt Dr. Daniel Bücheler. „Das Umfeld stimuliert und motiviert den Patienten. Der Hotelcharakter unserer Rehaklinik unterstützt den Genesungsprozess.”

Es sind vor allem Patienten mit einem künstlichen Gelenk, die sich nach der Operation in der Rehaklinik auf ein aktives Leben und einen mobilen Alltag vorbereiten. Auch Patienten mit Wirbelsäulenschäden oder Bänderrissen, Muskelverletzungen und Frakturen als Folge eines Unfalls werden von Dr. Bücheler und seinem Team an der Adenauerallee therapiert. Der Rehaklinik stehen dafür 120 Betten zur Verfügung. Das Team umfasst viele Professionen: Fachärzte für Orthopädie, Chirurgie, Unfallchirurgie und Allgemeinmedizin, Ergotherapeuten, Ernährungsberaterinnen, Physikal- und Physiotherapeuten, Psychologen, Diplomsportlehrer sowie Mitarbeiter in der Pflege. Eine stationäre Rehabilitation ist insbesondere für ältere Menschen, die neben ihren orthopädischen Erkrankungen auch an weiteren Erkrankungen der inneren Organe leiden, angezeigt.
In einer Online-Akte dokumentieren Ärzte, Therapeuten und Pflegende alle Details der Therapie engmaschig und haben gleichzeitig Zugriff auf alle Patienteninformationen. „Diese Systemvernetzung hat viele Vorteile: Das Team tauscht sich interaktiv aus und hat jederzeit einen Überblick über den aktuellen Therapiestand des Patienten. Und das alles papierfrei“, so Dr. Bücheler.
Die räumliche Nähe zum Akutkrankenhaus Bergmannsheil Buer spielt bei radiologischen Untersuchungen oder bei der Notfallversorgung eine Rolle: „Wir bündeln zahlreiche Kompetenzen an einem Standort und können in der Versorgung des Patienten schnell und flexibel reagieren.” Bei der Ausstattung der Rehaklinik am Berger See wurde insbesondere in moderne Trainingsgeräte investiert, die den Patienten mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk nach operativen Eingriffen schnell wieder fit machen. Im großen Trainingsbereich der Sport- und Bewegungstherapie gewähren großzügige Glasfronten dem Patienten den Blick auf den alten Baumbestand am Berger See.
Die meisten Patienten werden aus dem 50-Kilometer-Umkreis von Gelsenkirchen kommen. „Unser Ansatz ist die Wohnortnähe. Studien zeigen, dass der Erfolg der Rehabilitation auch von der Entfernung zum persönlichen, sozialen Umfeld abhängt. Gerade ältere Menschen brauchen den Zuspruch ihrer Familie. Zwischen Rhein und Ruhr, zwischen Emscher und Lippe gibt es aber nur wenige wohnortnahe Rehakliniken. Wir begegnen diesem Strukturdefizit”, erläutert Werner Neugebauer, Geschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) gGmbH. Die Rehaklinik am Berger See ist ein Betriebsteil der BKB, die sich 2002 durch die Fusion des Knappschaftskrankenhauses mit der Städtischen Kinderklinik gründete. Die Baukosten belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro.
Zur Person
Dr. Daniel Bücheler heißt der Chefarzt der Rehaklinik am Berger See. Als Facharzt für Orthopädie, Physikalische Therapie, Chirotherapie, Naturheilverfahren und Sportmedizin hat der gebürtige Bensberger die Republik im Laufe seiner Karriere bereits einmal von Nord nach Süd durchquert: Akutkrankenhäuser und Reha-Kliniken in Gummersbach, Altenkirchen im Westerwald, Papenburg und Bad Staffelstein bei Bamberg gehörten zu seinen Stationen. Zuletzt leitete Dr. Bücheler als Ärztlicher Direktor das Gesundzentrum König Ludwig im Allgäu - eine 220-Betten-Klinik zur Rehabilitation von orthopädischen, kardiologischen Erkrankungen und Erkrankungen der inneren Organe. „In der Rehaklinik am Berger See erwartet die Patienten mit orthopädischen Erkrankungen nicht nur ein besonderes Ambiente. Unser medizinisch-therapeutisches Team wird sie in den drei Wochen der Rehabilitation auf ihren Alltag vorbereiten und ihnen zu neuer Lebensqualität verhelfen”, verspricht der 38-jährige Mediziner.
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