Projekt Reiterhof noch nicht gestorben
Keine Müllsortierung auf Stadiongelände
Nachdem in den letzten Wochen diverse Gerüchte um die zukünftige Nutzung des Mathias-Stinnes-Stadions und des dort geplanten Reiterhofs kursieren, hat die FAMILIENPOST-ONLINE ein Gespräch mit der Investorin Frau Bergerhoff geführt.
„Der Reiterhof in Karnap ist noch nicht gestorben und alle Beteiligten suchen intensiv nach einer Ausweichfläche.” Dies ist die klare Aussage des Geprächs mit Frau Bergerhof. Leider kann sie sich in der jetzigen Prüfungsphase nicht darüber äußern, welche Fläche genau in Betracht kommt, doch bis Ende März soll die Entscheidung fallen.
Frau Bergerhoff möchte den Reiterhoff auf jeden Fall in Karnap ansiedeln, da hier der Rückhalt in der Bevölkerung und bei den Politikern sehr hoch ist. Die ihr alternativ angebotenen Grunstücke ausserhalb von Karnap möchte sie deshalb nicht nutzen. Da die Ersatzfläche mindestens genauso groß sein muss wie das Stadiongelände und Bodengutachten erstellt werden müssen, kommt in Karnap faktisch nur noch die ehemalige Spülwiese an der Boyer Straße als Standort in Frage. Sicherlich ein guter Standort für den Reiterhof und mit guter Zukunftsperspektive, da reichlich Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden sind. Die gesamte Fläche der ehemaligen Glasfabrik sollte ja auch möglichst in absehbarer Zeit einer neuen Nutzung zugeführt werden. Und der Reiterhof als erster Schritt einer gewerblichen Neuansiedlung bietet da eine gute Basis.
Keine Müllsortierung auf dem Stadiongelände
Erfreulich zu hören war auch, dass das RWE von den Plänen, eine Müllsortierung auf dem Gelände des Matthias-Stinnes-Stadions zu errichten, mittlerweile Abstand genommen hat. Sicherlich geschah dies hauptsächlich unter dem Aspekt, dass eine Genehmigung für solch eine Anlage an diesem Standort seitens der Stadt eh nicht erteilt würde. Da das RWE eine Müllsortierungsanlage jederzeit auf dem Kraftwerksgelände ohne gesonderte Genehmigung errichten kann, will man in Zukunft das Stadiongelände für die Errichtung von Verwaltungsgebäuden für das Müllheizkraftwerk nutzen. Dies würde sicherlich auch genehmigt werden. Fragt sich nur, was in der Zwischenzeit mit dem Stadiongelände passiert. Die Stadt Essen wird den Pachtvertrag angsichts der Finanzlage der Stadt keinesfalls verlängern können.