Bau des Karnaper Reiterhofs ist in Gefahr
RWE Power, der Betreiber des Müllheizkraftwerks Karnap, hat überraschend Einspruch gegen den Verkauf des Mathias Stinnes Stadions eingelegt.
Das Stadion ist im Eigentum der RWE und sollte an die Investorin Claudia Bergerhoff verkauft werden. Sie plant den Bau einer Reitsportanlage auf dem Gelände. Das Vorhaben wird seit über einem Jahr vorangetrieben und von der Bevölkerung und der Politik als Chance zur Aufwertung des Stadtteils begrüßt.
RWE Power will nun den Verkauf verhindern, um die Fläche für einen eventuell notwendig werdenden Ausbau des Müllheizkraftwerkes nutzen zu können.
„Dies wäre eine Katastrophe für die Anwohner und die ganze Entwicklung des Stadtteils.Nachdem im vergangenen Jahr in letzter Minute die Ansiedlung von Aldi am Karnaper Markt verhindert wurde, wäre dies der zweite große Rückschlag für den Stadtteil“, sagte Guido Reil (SPD).
Auf Initiative der SPD haben alle Ratsfraktionen einen gemeinsamen Antrag gestellt, der RWE Systems auffordert, die Verkaufsverhandlungen mit der Investorin Bergerhoff weiter zu führen.
SPD, CDU, FDP und Grüne sind sich einig, dass eine Änderung des Flächennutzungsplans, der für den Ausbau des Müllheizkraftwerks auf dem Gelände des Stinnes-Stadions nötig wäre, niemals zugestimmt würde.