Richtfestfeier für Kinderklinik Gelsenkirchen und Orthopädische Reha-Klinik
Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs feierte die Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) gGmbH mit über 150 Gästen das Richtfest für den Neubau der Kinderklinik Gelsenkirchen und die neue orthopädische Reha-Klinik. Im 20 000 Quadratmeter großen Park des Akutkrankenhauses Bergmannsheil Buer sind die beiden Kliniken angesiedelt. Im Herbst 2007 werden sie ihren Betrieb aufnehmen.
„Beide Kliniken sind weitere Säulen unseres medizinischen Gesamtkonzepts, das die Gesundheitswirtschaft in Gelsenkirchen stärkt und den Standort sichert”, betonte BKB-Aufsichtsratsvorsitzender und Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn See, Dr. Georg Greve, in seiner Rede. Oberbürgermeister Frank Baranowski unterstrich diese Aussage: „Schon heute ist die Kinderklinik im Wettbewerb gut aufgestellt. Mit den neuen Räumen, die alle Anforderungen einer Spezialklinik für Kinder nicht nur erfüllen, sondern übertreffen, wird die Klinik ihre Position weiter ausbauen.” Die Baukosten für beide Kliniken belaufen sich auf 25 Millionen Euro und werden - ohne Zuschüsse durch das Land - von den Trägern Knappschaft und Stadt Gelsenkirchen bestritten. 
Die orthopädische Reha-Klinik mit 120 Betten in komfortablen Einbettzimmern legt ihren Schwerpunkt auf die Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems. Als wohnortnahe Anschlussheilbehandlung, die sich unmittelbar an den Krankenhausaufenthalt anknüpft, werden hier künftig Patienten therapiert, für die aufgrund ihres Alters oder des Schweregrads der Erkrankungen keine ambulante Rehabilitation möglich ist. Solche Patienten werden auch in der Orthopädie und Neurochirurgie des Bergmannsheil Buer operiert und behandelt: Bandscheibenvorfälle und künstliche Hüft- oder Kniegelenke sind hierfür Beispiele. Die BKB reagiert mit dem Bau der Reha-Klinik auf ein strukturelles Defizit in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Rhein und Ruhr, Emscher und Lippe gibt es nur wenige Reha-Kliniken mit einem orthopädischen Schwerpunkt – stationäre Reha-Plätze sind rar. In der Nähe zum sozialen Umfeld sehen die Mediziner aber einen wichtigen Indikator für eine erfolgreiche Re-Integration des Patienten.
Ein transparenter Atriumbau wird das neue Zuhause der Kinderklinik Gelsenkirchen sein. Auch die Schule für Kranke bekommt hier ihren Platz. Mit 85 Betten und 12 Plätzen in der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gehört die Kinderklinik in Gelsenkirchen zu den bundesweit 19 eigenständigen Kinderkliniken. Die Planer setzen bei der Innenausstattung der Kinderklinik auf Farben – sie sorgen auf den Stationen und in den Behandlungsräumen für Orientierung und Atmosphäre. Doch auch die Außenfassade zeigt Mut zur Farbe: Farbige Glas- und Eternitplatten in warmen Gelb-, Orange- und Rottönen sind optische Highlights..
Eine wichtige Behandlungseinheit in der Kinderklinik ist die 24-Stunden-Notfallambulanz, die im Gartengeschoss des Neubaus eingerichtet wird: 10 000 ambulante Notfälle im Jahr werden von den Kinderklinikärzten behandelt. Die Zufahrt zu Kinderklinik und Reha-Klinik erfolgt über die Adenauerallee. Verbunden sind beide Kliniken durch einen zweigeschossigen Bau, in dem neben den Therapieräumen der Reha auch die Besucher- und Personalcafeteria untergebracht sein wird. Diese wird dann auch vom Bergmannsheil genutzt. Verbindungsbrücken zwischen den neuen Kliniken und dem Akutkrankenhaus zeugen auch baulich von der konzeptionellen Vernetzung aller medizinischer Bereiche.