Neue Lego-Roboter brauchen Teamplayer
Lego-Steine sind doch etwas für Kindergartenkinder, oder? Absolut nicht, wussten Pädagogen der Gesamtschule Horst – und waren sich mit den Schüler/-innen einig. Lego ist nicht gleich Lego. Mit den Mindstorms-Bausätzen kann man programmierbare Roboter bauen. Das ist anspruchsvoll und nichts für Kleinkinder. Denn die Konstruktion und die Programmierung der Roboter sind schwierig. So eine Aufgabe lässt sich am besten im Team bewältigen.
Zehn Roboter-Baukästen (Lego Mindstorms) wurden angeschafft. Doch bevor in den Klassenräumen Gehirnschmalz zum Basteln von Robotern & Co. floss, standen Weiterbildungen für die Lehrer auf dem Programm. Die Uni Münster und das Frauenhoferinstitut waren dafür geeignete Institute.
Die Fachhochschule Gelsenkirchen unterstützte das Projekt ebenso wie die Uni Münster und der Förderverein. Die Gesamtschule rüstete dafür einen Computerraum mit acht PC’s aus, die für die Programmierarbeiten geeignet sind.
Im Rahmen des Informatikunterrichtes bei Heinrich Mann können jetzt Grundlagen der Programmierung erlernt und umgesetzt werden. Im Technikunterricht behandelt man Themen wie Getriebetechnik, Sensorik oder Steuerungstechnik praxisnah. Die Fünfer von Christine Dornauf und die Siebener von Irene Darms beispielsweise haben schon Roboter gebaut und programmiert. Sie können Hindernissen ausweichen, Bälle aufgrund ihrer Farbe unterscheiden und einsammeln, Musik spielen, tanzen – und viel mehr wird folgen. Bald schon – da kann man sich sicher sein – wird man anderen guten Beispielen folgen und mit fußballspielenden Robotern an Wettbewerben teilnehmen.
Christine Dornauf: „Unsere Schülerinnen und Schüler verbessern damit ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz und auf dem Arbeitsmarkt. Gerade auch die Schülerinnen bekommen dadurch Einblicke in bisher fremde Berufsfelder.“

Christine Dornauf und ihre Fünfer demonstrierten, was ihre Roboter schon alles können.