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Dietrich fordert ein Signal
Wer im Zusammenhang mit der STV Horst und ihrer Vereinsgeschichte von „Tiefpunkt“ spricht, wäre gut beraten, stets den Zusatz „vorläufiger Tiefpunkt“ zu verwenden. Dass die Emscher-Husaren nach zwei Abstiegen in Folge auch in der Bezirksliga auf einem Abstiegsplatz überwintern müssen, ist schlimm genug. Noch schlimmer: Man muss befürchten, dass das Jahr 2007 nicht besser wird.
Nach dem Rückzug von Rüdiger Kürschners könnte es sein, dass auch Vorsitzender Hans Dietrich bald die Nase voll hat. Der 14. Januar wird ein richtungweisendes Datum für die STV Horst. An diesem Tag findet eine Mitgliederversammlung statt, und Hans Dietrich erwartet ein deutliches Signal, wie man sich eine konstruktive Mitarbeit vorstellt. Vorstandswahlen stehen zwar erst wieder für Oktober 2007 auf dem Programm, aber es muss die Mitglieder erschrecken, wenn Hans Dietrich sagt: „Ich werde nicht die Arbeit, die Ellen und Rüdiger Kürschners erledigt haben, alleine fortführen. Die Mitglieder müssen am 14. Januar die Bereitschaft zeigen, diese Arbeiten zu übernehmen. Sollte das nicht der Fall sein, werde auch ich meine Konsequenzen daraus ziehen.“
Das würde wohl auf eine Niederlegung des Amtes und somit auf eine handfeste Krise im Verein hinauslaufen. Sollte niemand bereit sein, Verantwortung in offizieller Funktion zu tragen, bliebe nur noch der Gang zum Amtsgericht, um den Verein aufzulösen.
Das sind gerade in der Adventszeit düstere Aussichten, obwohl es zuletzt zumindest im sportlichen Bereich deutlich besser als zu Beginn der Saison lief. Unter Stefan Thiele als neuen Trainer brachte die STV Horst etwas zustande, was sie zuletzt im November 2003 schaffte: Sie bleib dreimal hintereinander ungeschlagen. Den Siegen gegen TuS Hordel II (2:1) und VfB Kirchhellen (3:0) folgte ein Remis beim TSBV Gladbeck (1:1). Erst die 1:2-Niederlage am vergangenen Samstag im Derby beim Nachbarn Horst 08 beendete diese kleine Serie.
Die Freude über den am 12. November errungenen Sieg gegen das Schlusslicht aus Hordel hatte allerdings nur Kurzzeitwert. Die Funktionäre des westfälischen Fußball-Verbandes monierten den Einsatz von Ercan Kaya, weil sie der Meinung waren, dass der Horster Zugang an diesem Tag nicht spielberechtigt war. Die Partie wurde mit 2:0 für die Hordeler Reserve gewertet.
Die Emscher-Husaren legten gegen dieses Urteil Einspruch ein und sind recht zuversichtlich, dass sie die Punkte zurückerhalten werden. „Ich gehe davon aus, dass das Missverständnis auf einen Tipp-Fehler der Pass-Stelle zurückzuführen ist“, sagt Hans Dietrich.
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