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Aktueller Monat: Mai 2012


Wieder Land in Sicht für die STV Horst

Bei der STV Horst ist nach zwei Siegen in Folge wieder Land in Sicht. Der Rückstand auf das rettende Ufer in der Bezirksliga, Staffel 13, beträgt nach einem 2:1 gegen TuS Hordel II und einem 3:0 gegen VfB Kirchhellen nur noch fünf Punkte.

Die Wende setzte ein nach dem absoluten Tiefpunkt in der Geschichte der Emscher-Husaren, nach dem blamablen 0:10 bei Eintracht Gelsenkirchen. Rüdiger Kürschners legte daraufhin sein Amt als Trainer nieder und machte somit den Weg frei für Stefan Thiele, der sich bereit erklärt hat, diese Aufgabe zunächst einmal bis zur Winterpause zu übernehmen. Ob er danach weitermachen wird, ist nicht nur abhängig von den nächsten Ergebnissen, sondern auch davon, wie seine Arbeit im Verein unterstützt wird. „Die STV Horst ist im Amateurbereich immer noch eine gute Adresse, trotz der zwei Abstiege“, sagt Stefan Thiele. „Ein solcher Verein darf nicht Bezirksliga spielen. Es muss was passieren.“
Stefan Thiele ist, obwohl erst 33 Jahre alt, ein „Ur-Horster“. Er galt einst als größtes Horster Talent seit Olaf Thon, und vielleicht hätte er auch eine ähnliche Karriere gemacht, wenn er nicht immer durch Verletzungen am Knie zurückgeworfen worden wäre. Insgesamt neunmal musste er sich unter das Messer legen. Stefan Thiele spielte für STV Horst, Schalke 04, Bor. Dortmund, RW Essen, Alem. Aachen, FC Remscheid und 1. FC Kleve.
„Leistungssport geht nicht mehr, aber für die Bezirksliga reicht es noch“, sagt er, und deshalb hilft er nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler aus. Mit dem fast 38 Jahre alten Jörg Sobiech haben die Horster einen weiteren Zugang mit einem bekannten Namen reaktivieren können. Der frühere Profi, der unter anderem für Wattenscheid 09, Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim und Chemnitzer FC kickte, gab ebenfalls gegen Kirchhellen sein Debüt.
„Wir bemühen uns, in der Winterpause weitere Verstärkungen zu verpflichten“, sagt Stefan Thiele. Sein Augenmerk richtet er aber zunächst einmal auf die beiden restlichen Spiele in diesem Jahr. An diesem Sonntag geht es zum TSBV Gladbeck, einem anderen Klub aus dem unteren Tabellendrittel, und eine Woche später folgt das Stadtteil-Duell beim SV Horst 08. „Wenn wir so spielen wie beim 3:0 gegen Kirchhellen, dann hat es jede Mannschaft schwer, uns zu schlagen“, behauptet Stefan Thiele, der sich vor allem auf die Partie am Schollbruch freut. „In einem Derby ist immer alles möglich. Wir haben dort jedenfalls nichts zu verlieren.“