Freudiges Heulen im tiefen Schnee beim Internationalen Schlittenhunderennen
In der Ferienwelt Winterberg spielen an diesem Wochenende nicht die Narren die Hauptrolle, sondern Schlittenhunde aller Rassen und Klassen. 100 internationale Schlittenhundeteams sind für den 21. und 22. Februar zum Internationalen Schlittenhunderennen gemeldet.
Rund 600 Hunde bilden damit eines der größten Starterfelder in der Geschichte des Winterberger Schlittenhunderennens, des ältesten und traditionsreichsten in Deutschland.
Zum Schlittenhunde-Saisonabschluss geben die Teams noch einmal alles. Und auch Winterberg ist bestens gerüstet: Diese ernorme Zahl der Teilnehmer kommt nicht von ungefähr. Reichlich Schnee liegt in Winterberg, das Gelände der Kuhlenbergloipe bietet für die Hunde und ihre Musher – die Gespannsführer - optimale Bedingungen. Entsprechend hochkarätig ist das Starterfeld. Nach der Deutschen Meisterschaft in Haidmühle haben sich alle Deutschen Meister aus diesem Rennen für Winterberg gemeldet.
Michael Tetzner mit seinem Gespann
„Unter den Startern befindet sich alles, was in Deutschland Rang und Namen im Schlittenhundesport hat.” weiß Klaust Pestel vom Niedersächsischen Schlittenhundeverband, der neben der Stadt Winterberg das diesjährige Rennen veranstaltet. Nicht nur deutsche Spitzen-Teams werden anwesend sein, sondern auch viele Hundesportler aus Holland, Tschechien, aus der Schweiz und sogar aus Polen.
Auftakt beider Tage sind zwischen 9 und 10 Uhr die Mitteldistanz-Rennen, bei der die neun gemeldeten Gespanne etwa 36 Kilometer zurücklegen. Ab 11 Uhr beginnt das Sprintrennen mit bis zu 18 Kilometern Rennstrecke. Zuerst gehen die Skijörer auf die Rennstrecke - Skilangläufer, die ihren Hunden mit einer Leine verbunden folgen, die sportlichste Variante des Schlittenhundesports.
Danach geht’s Schlag auf Schlag weiter mit zunehmender Attraktivität der Gespanne – zuerst mit zwei, dann mit vier, dann sechs und schließlich mit acht Hunden vor den Schlitten. In letzterer Disziplin wird sich Alexandra Kathan, Deutsche Meisterin aus Bad Wiessee, gegen ihre männlichen Kollegen zu behaupten versuchen.
Höhepunkt des Rennens ist die Königsdisziplin – Beginn etwa 13 Uhr: In der offenen Klasse dürfen beliebig viele Huskys vors Gefährt gespannt werden. Hier dürfte die Geräuschkulisse dann ziemlich ansteigen. Michael Tetzner, ein Musher aus Schleswig-Holstein, hat angekündigt, bei entsprechendem Trail mit sage und schreibe 18 Hunden anzutreten. Mindestens acht Großgespanne werden mit lautem Gebell um den Kuhlenberg jagen. Darunter auch der Deutsche Meister Dr. Detlef Oyen aus dem Bayrischen Wald, der sich der internationalen Konkurrenz stellt.
Bei den rund 600 anwesenden Hunden werden die Zuschauer einen interessanten Querschnitt an Rassen sehen. Neben den klassischen Siberian Huskys treten auch Mischlingshunde an - die Alaskan Huskys und die Hounds.
„Die Zuschauer werden einen Mix an schönen Nordischen Hunderassen und äußerst sportlichen und schnellen Schlittenhunden sehen.” ist sich Organisator Winfried Borgmann von der Tourist-Information sicher. Er rechnet mit einigen Tausend Zuschauern an beiden Renntagen. Der Eintritt kostet 4 Euro pro Person und Renntag, 2 Euro zahlen Kinder. Weitere Informationen: www.winterberg.de.
Ein wichtiger Hinweis an alle Hundebesitzer:
Bitte beachten Sie, dass auf dem gesamten Renngelände keine Hunde ohne gültigen Impfpass zugelassen sind! Die zuständigen Behörden werden diese Vorgabe überprüfen.