Schneereichster November seit 1970
Im vergangenen Monat ist die Wintersport-Arena Sauerland erfolgreich in die Wintersaison gestartet. Der November war der schneereichste seit mindestens 38 Jahren. Das kommende Wochenende soll abermals einen winterlichen Charakter erhalten, so die Wetterdienste, wenn auch keine Lifte laufen werden.
22 Schneetage, davon 14 Tage Liftbetrieb konnten die Skigebiete in den Hochlagen der Wintersport-Arena präsentieren. Bereits am 10. November war die erste Loipe gespurt, vier Tage später lief der erste Lift. Am dritten Novemberwochenende war mit fast 30 laufenden Liften und 17 Kilometer gespurten Loipen das bislang größte Angebot vorhanden.
Seit dem 3. Dezember haben die Skigebiete vorerst eine Pause eingelegt. Wie es weitergeht, ist bislang noch unklar. Das Angebot konzentrierte sich vorwiegend auf den Raum um den Kahlen Asten. Skifahrer und Snowboarder fanden gute Wintersportbedingungen in Winterberg, Altastenberg, Neuastenberg, Langewiese, aber auch Bödefeld und Schanze vor. Für nordische Wintersportler gab es Angbote am Winterberger Bremberg, in Lenneplätze, Wunderthausen und Girkhausen. Darüber hinaus fanden die Gäste verbreitet Möglichkeiten zum Winterwadern und Rodeln.
Tausende von Wintersportlern nutzten die guten Bedingungen. Zustande kamen sie vorwiegend aufgrund von Naturschnee. Insgesamt 36 Stunden liefen die Beschneiungsanlagen. Der maschinelle Schnee diente lediglich dazu, die Pistenqualität zu verbessern.
Bis zu 37 Zentimeter Schnee auf dem Kahlen Asten
Damit war der zurückliegende November der schneereichste seit mindestens 38 Jahren. Zuvor existieren keine Aufzeichungen in den Skigebieten. An 17 Tagen lagen mehr als 20 Zentimeter Schnee auf dem Kahlen Asten, maximal waren es 37 Zentimeter. Das ist jetzt schon mehr als im gesamten vergangenen Winter. Damit ist der November der dritte Monat in Folge, der kälter ist als der langjährige
Durchschnittswert. Nach einer extrem milden ersten Jahreshälfte lag die zweite Hälfte des Jahres 2007 bisher unter dem für den Zeitraum ermittelten Durchschnitt. „Die aktuellen Aufzeichnungen zeigen, dass der zurückliegende milde Winter ein Ausreißer war”, ist sich Michael Beckmann, Vorsitzender der Wintersport-Arena Sauerland sicher. „Sie zeigen zudem, dass wir mit den Investitionen in den Ausbau
der Wintersportangebote, insbesondere die Beschneiung, den richtigen Weg eingeschlagen haben.” Auch in 20 oder 30 Jahren werde man in der Region noch Ski fahren, snowboarden und rodeln können, auch vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels. „Die Bedeutung der Beschneiung wird weiter steigen”, so Beckmann. Schon heute werden im Kerngebiet der Wintersport-Arena 30 bis 50 Prozent der Betriebstage durch Schnee-Erzeuger gesichert. Dieser Anteil wird Prognosen zufolge in den nächsten Jahren zunehmen, bei leicht sinkender Zahl der durchschnittlichen Betriebstage.
Für das Wochenende kündigen die Wetterdienste unbeständige Witterung und Schneefall oberhalb von 600 bis 700 Meter an. Zu Beginn der kommenden Woche besteht die Chance, dass sich eine beständigere kältere Wetterlage durchsetzt.