FAMILIENPOST
ONLINE

Aktueller Monat: Mai 2012


Horster Snatgang:

Geschichte macht Horster selbstbewusst

Nur an der Hitze kann es gelegen haben, dass die Besucherzahl beim „Snatgang“ des Geschichtsforums Nordsternpark nicht den Erwartungen der Organisatoren entsprach. Etwa 30 geschichtsinteressierte Teilnehmer ließen es sich trotz der brütenden Hitze nicht nehmen, vom Josef-Büscher-Platz aus historische Stätten und Wegen entlang der Strecke bis in den Horster Süden kennen zu lernen.

Snatgang1
Startpunkt war der Josef-Büscher-Platz

Anlass des Snatgangs war der 300. Jahrestag der feierlichen Besitznahme der Herrlichkeit und des Hauses Horst durch Freiherr Ferdinand von Fürstenberg.
Das Haus der Fürstenbergs war an diesem Tag vertreten durch seinen Chef, Adolf Freiherr von Fürstenberg. Joachim Gill kam nicht nur, um an dieser Stelle über die Veranstaltung berichten zu können, sondern vertrat gleichzeitig als Bezirksvorsteher auch den urlaubenden Oberbürgermeister Frank Baranowski. Norbert Quick vertrat nicht nur die Orts-CDU sondern auch als dessen Sprecher den Festausschuss 725 Jahre Horst – und mehr!
Reinhold Adam, der mit Karl-Heinz Breil, Norbert Schäfer und Friedhelm Schwickert den Snatgang leitete, rief dazu auf, die über 1000-jährige Geschichte von Horst selbstbewusst in die Öffentlichkeit zu tragen.

Snatgang1
Überall an der Wegstrecke waren Spuren Horster Geschichte


Viele neue detailreiche Informationen gaben die Experten in Sachen Horst an ihre Gäste weiter. Es ging um finstere Hexenprozesse und Wasserproben aber auch um den ach so schönen Horster Stern vergangener Zeiten, um das 1964 abgerissene Rathaus, um das „Devensche Haus“, die Horster Theatergruppe, um Notkirche und Gesellenhaus. Viele Geschichten wurden erzählt. Der eine oder andere steuerte noch eine Anekdote bei.

Snatgang1
Die geschichtskundigen Führer hatten viel zu berichten


Es gibt noch viel mehr zu berichten – was aber den Rahmen an dieser Stelle sprengen würde. Wer mehr wissen will, ist herzlich zum Nordstern-Stammtisch am 28. Juli (Freitag) ab 16 Uhr im Bistro Nordsternpark eingeladen. Dort wird auch eine CD-Präsentation mit Fotos vom Snatgang gezeigt.
Bei dem damaligen Snatgang wurden die Grenzen des Besitzes festgelegt und die Grenzsteine gesetzt. Er endete dort, wo auch der Snatgang 2006 endete – etwa in Höhe der Emscher blieb Ferdinand mit den Stiefeln im Schlamm stecken.

Snatgang1
Einkehr im Bergbaustollen


Die Gruppe kehrte in der Gegend in den Bergbaustollen des Freundeskreises Nordstern ein und ließ sich von Wilhelm Weiß, Ernst-Peter Bechtloff und ihren Helfern bewirten. Der Bezirksvorsteher dankte artig für den sehr interessanten Nachmittag und der Freiherr dankte, weil ihm die Ehrenhauer-Würde verliehen wurde.

Snatgang1
Der Freiherr - hier mit dem Arschleder - ist jetzt Ehren-Hauer! Wilhelm Weiß (rechts) schlug mit der Pannschüppe zu. Links Ernst-Peter Bechtloff.