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Die Zeit ist stehen geblieben
Wirft man einen Blick auf die Internet-Seite der STV Horst-Emscher Husaren, könnte man meinen, seit Ende Oktober sei die Zeit stehen geblieben. Es scheint, als habe sich lähmendes Entsetzen über den Klub an der Fischerstraße gelegt.
Er existiert noch, aber nach der Feststellung des Insolvenzverwalters Rolf Weidmann aus Essen, dass die Husaren nicht mehr solvent sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Klub vom Amtsgericht aus dem Vereinsregister gelöscht wird.
Die STV Horst-Emscher Husaren gibt es also noch, aber sie tritt derzeit ebenso wenig öffentlichkeitswirksam in Erscheinung wie die am 25. November neu gegründete STV Horst 2007. „Wir sind am Ball, aber es ist alles sehr verzwickt“, sagt Stefan Thiele, der Vorsitzende des neuen Klubs. Die Gemeinnützigkeit wurde mittlerweile beantragt, aber noch nicht die Zulassung am Spielbetrieb.
„Dass wir ab Sommer in der Kreisliga C neu starten wollen, steht außer Frage“, bestätigt Stefan Thiele. „Einen Verein zu gründen, ohne am Spielbetrieb teilzunehmen, ergibt keinen Sinn.“ Offen ist auch noch die Frage, wo der neue Verein spielen würde, wenn er die Zulassung erhalten sollte. Das Fürstenbergstadion soll ab 1. April in die eigenverantwortliche Nutzung des BV Horst-Süd übergehen, und es ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, dass auch die STV Horst 2007 an der Fischerstraße gegen das runde Leder treten wird.
„Das Problem ist: In der öffentlichen Wahrnehmung ist die STV jetzt zum zweiten Mal untergegangen“, sagt Stefan Thiele. „Aber es gibt einen gravierenden Unterschied zu damals. Vor neun Jahren hat man die Insolvenz durch Ausgliedern der Fußball-Abteilung selbst herbeigeführt, während die Husaren durch einen Gläubiger in die Insolvenz geschickt wurden. Wir hätten gerne versucht, den Verein wieder auf Vordermann zu bringen, aber leider ist das jetzt nicht mehr möglich.“
Und was ist, wenn die neue STV Horst 2007 keine Zulassung am Spielbetrieb erhalten sollte? Werden die Nachwuchsmannschaften der Husaren dann, wie man hört, zum BV Horst-Süd wechseln? „Ausschließen kann man das nicht“, betont Stefan Thiele. „Die Jungs wollen Fußball spielen, und wenn sie das nicht bei uns können, dann werden sie es wohl beim BV Horst-Süd, bei Horst 08 oder einem anderen Klub tun.“ Und würde Stefan Thiele eventuell auch zum BV Horst-Süd wechseln und sich dort um die wohl neu entstehende Nachwuchsabteilung kümmern? Dazu der 34-Jährige: „Das ist absolut ausgeschlossen und dem BV gegenüber nicht böse gemeint.“
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