Ölaustritt im Essener Mathias-Stinnes-Hafen simuliert
Samstag Nachmittag. Eine Arbeitsplattform im Mathias-Stinnes-Hafen in Essen-Karnap droht zu sinken und verliert Öl.
Nachdem die ehrenamtlichen Mitarbeiter des THW in Bottrop, Essen und Gelsenkirchen ihren Dienst an diesem Tag überwiegend um 7:00 Uhr begonnen haben und sich schon auf das Wochenende freuten kam doch noch alles anders, als geplant...
Um 16:10 Uhr erreichte der Einsatzbefehl „ÖL auf Wasser, Arbeitsplattform droht zu sinken” das THW Essen. Unverzüglich rückte die Fachgruppe Ölschaden zum Einsatzort aus. Vor Ort wurden sie von Mitarbeitern des THW empfangen und in Kenntnis gesetzt, dass es sich um eine Übung handelt.
Der Arbeitsauftrag für die eingetroffenen Fachkräfte lautete eine Ölsperre auszubringen und das in eine Arbeitsplattform eindringende Wasser abzupumpen.
LKW mit Heckanbaukran krant Boot ins Wasser
Sofort wurden Boote zu Wasser gelassen und man schloss das „angenommene” Öl mit einer Ölsperre ein.
Einbringen der Ölsperre
Die Hochleistungspumpe wird in Betrieb genommen
Ausserdem errichtete man eine Leitstelle und alarmierte die Fachgruppen Wasserschaden und Pumpen sowie Beleuchtung des THW Bottrop, welche mit einer Hochleistungspumpe (max. 5.000 Liter pro Minute) im Hafen eintraf und das Hafengebiet großflächig ausleuchtete, da das Einsatzszenario bis in die Nacht hinein veranschlagt wurde. Des weiteren wurden aufgrund der hohen Anzahl von einzusetzende elektrischen Geräten sowie für erforderliche Erdbewegungsarbeiten die Fachgruppen Elektroversorgung und Räumen des THW Gelsenkirchen angefordert und in Einsatz gebracht.
Der Einsatz dauerte bis in die Nacht
Die Einsatzübung war gegen 0:00 Uhr beendet und die insgesamt 67 teilnehmenden Helfer des Technischen Hilfswerk, die besonders durch die Witterung und die Dauer der Übung stark gefordert wurden, begaben sich zurück in Ihre Unterkünfte und nach Herstellung der Einsatzbereitschaft in einen wohl verdienten Feierabend.
Die Städteübergreifende Zusammenarbeit der Facheinheiten verlief reibungslos und zur vollen Zufriedenheit der Übungsleiter. Ein Dank geht an das THW Witten, die im Vorfeld eine Plattform zu Wasser ließen um die Einsatzübung so realitätsnah wie möglich zu gestallten. Somit wird zuversichtlich auf eine folgende engere Zusammenarbeit gesetzt, die bewirken soll, das dass THW noch effektiver arbeiten kann.