Berufsfeuerwehr tauchte mit den Robben
Am Donnerstag konnten die Besucher im Seelöwenbecken der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen eine ungewöhnliche Entdeckung machen: Neben den Robben tummelten sich nämlich auch einige Taucher in Europas größtem Seelöwen-Becken. Doch die Herren in Neopren waren nicht zum Spaß zwischen den Tieren auf Tauchstation gegangen, sondern um die Wände des einzigartigen Glastunnels von Algen zu säubern.
Ein seltenes Bild im Tunnel der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: Besucher Michel Hackmann und seine einjährige Tochter Hanna bestaunen die Taucher bei den Reinigungsarbeiten.
Der Tauchsportclub Poseidon Gelsenkirchen e.V., der diese Arbeiten seit der Eröffnung des Beckens vor zwei Jahren regelmäßig ehrenamtlich durchführt, wurde in diesem Jahr von professionellen Kollegen begleitet. Die Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen war mit sechs zusätzlichen Tauchern sowie zwei Lehrtauchern vor Ort, um die Poseidon-Tauchfreunde bei der Arbeit tatkräftig zu unterstützten.
Die Feuerwehr führte diesen „Ausflug” als Highlight im Rahmen eines Tauchlehrgangs durch. Neben der theoretischen Ausbildung steht natürlich die Praxis im Vordergrund. Mit der Frage was man unternimmt, wenn eine Robbe am Anzug knabbert, hat sich bestimmt noch keiner der Sportler beschäftigt.
Dass die Taucher das Robbenbecken während des normalen Betriebes reinigten, hatte vor allem praktische Hintergründe. Denn ansonsten müssten rund 3.000 Kubikmeter Wasser aus dem Becken entleert werden. Das entspricht dem Inhalt von 21.500 Badewannen!
Der Tunnel selber ist ebenfalls eine Sehenswürdigkeit: Er ermöglicht ungewöhnliche und faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt der Seelöwen und ist eines der Highlights der Polarregion in der ZOOM Erlebniswelt Alaska. Die Unterwasserröhre besteht aus sechs Acrylglasplatten, die unter großer Hitze entsprechend geformt wurden. Jedes Teil ist 3 mal 4,5 Meter groß, wiegt über 2,5 Tonnen und ist 14 Zentimeter dick. Je zwei Platten wurden zu einem Bogen geformt. Die dabei entstehenden drei Bögen wurden dann zu einem neun Meter langen Tunnel verbunden.