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Aktueller Monat: Mai 2012


Philharmonie Essen

„Der Fall des Hauses Usher”: WDR Sinfonieorchester Köln unter Eliahu Inbal in der Philharmonie

Was ist Wahn, was Wirklichkeit? In Edgar Allan Poes Kurzgeschichten verschwimmt immer wieder die Wahrnehmung der menschlichen Bewusstseinszustände. Nicht nur Musiker der siebziger Jahre, wie etwa die Gruppe „The Alan Parsons Project”, die in ihrem Album „Tales of Mystery and Imagination” den Titeln hauptsächlich Gedichte Poes zugrunde legte, vertonten die atmosphärisch-poetischen, meisterhaft schaurigen Kurzgeschichten des amerikanischen Schriftstellers. Auch schon vorher verwandelten diverse Komponisten seine Literatur in Musik.

Eine starke Faszination ging beispielsweise für Claude Debussy von der Geschichte vom „Untergang des Hauses Usher” in der französischen Übersetzung von Charles Baudelaire aus: Der französische Komponist schuf auf der Grundlage der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allan Poe, dem literarischen Erfinder des Schreckens und Begründer der modernen Kriminalliteratur, seine Komposition „La chute de la maison Usher”. Das Werk blieb jedoch unvollendet. Der in Essen lebende Komponist Juan Allende-Blin machte sich 58 Jahre nach Debussys Tod auf die Suche nach den verschollenen handgeschriebenen Skizzen Debussys zu der Oper. Basierend auf Allende-Blins Recherchearbeiten und seiner Orchestrierung entstand die erste Fassung des gut einstündigen Werkes, szenisch uraufgeführt im Jahr 1979 in Berlin.

Mit diesem Debussy-Fragment, interpretiert vom WDR Sinfonieorchester Köln unter Eliahu Inbal und von den französischen Gesangssolisten Jean-Luc Chaignaud (Bariton), Karen Vourc’h (Sopran), Francois Le Roux (Bariton) und Jacques Calatayud (Bass), sowie Igor Strawinskys leuchtender Ballettmusik „Der Feuervogel” wird der Konzertabend am Samstag, 18. Oktober 2008 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen fesselnd und magisch.

Karten (Preise (€): 50,-/41,-/32,-/19,-/9,- zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.), Tel. 0201/8122-200 und www.philharmonie-essen.de.