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Aktueller Monat: Mai 2012


WM am Freitagabend

31 Deutsche und 13 Briten aus dem Verkehr gezogen

Alle Hände voll zu tun hatte die Gelsenkirchener Polizei nach dem Viertel-Final-Erfolg der deutschen Mannschaft am späten Abend in der Innenstadt. Nachdem anfangs friedlich aber lautstark gefeiert wurde kamen gegen 21.30 Uhr etwa 1.000 Fußballfans aus England und Deutschland am Bahnhofsvorplatz zusammen.

Alkoholisierte Fans provozierten sich gegenseitig und warfen vereinzelt mit Flaschen. Dabei wurde eine Person am Kopf verletzt und musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Der Flaschenwerfer wurde von Polizeibeamten festgenommen. Der schnelle und konsequente Polizeieinsatz entspannte die Situation und trennte rasch beide Fanlager.

Kurze Zeit später provozierten Deutsche eine Gruppe englischer Fans vor einer Gaststätte auf der Weberstraße. Durch die Ingewahrsamnahmen der Störenfriede konnte man Ausschreitungen bereits im Keim ersticken. Später kam es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten Fangruppen. Dabei wurden insgesamt 32 Personen festgenommen und der Gefangenensammelstelle zugeführt.

Außerdem wurden Personen festgenommen wegen Widerstand, Falschgeld, BTM, Exhibitionismus und Bedrohung. 21 Personen musste die Polizei in Gewahrsam nehmen, da sie Platzverweise der eingesetzten Beamten nicht befolgten. Unter den insgesamt 53 freiheitsentziehenden Maßnahmen waren 31 deutsche und 13 britische Staatsbürger.

Nach dem Abpfiff kam es im gesamten Stadtgebiet zu euphorischen aber insgesamt friedlichen Freudenkundgebungen mit Autocorsos und Hupkonzerten. Schwerpunkt war die Kurt-Schumacher-Straße zwischen Glückauf-Kampfbahn und Berliner Brücke, die Ringstraße in Bereich Hauptstraße und der Goldbergplatz in Buer. Bis auf vereinzelte leichtere Verkehrsstörungen gab es keine Zwischenfälle.

"Unser Konzept ist aufgegangen", freute sich Polizeieinsatzleiter Peter Honnef nach der langen Nacht und dankte den eingesetzten Polizeibeamten für ihr besonnenes Vorgehen in manch schwieriger Situation. "Unsere Aufklärung hat funktioniert und unser schnelles und konsequentes Einschreiten führte dazu, dass die friedliche Feierstimmung in der Stadt nicht von den wenigen Störern beeinträchtigt wurde".