ChorWerk Ruhr präsentiert Bachs „Weihnachtsoratorium”
Nur selten hat man die Möglichkeit, alle sechs Kantaten aus Bachs „Weihnachtsoratorium” an einem Abend zu hören – eine der raren Gelegenheiten bietet nun das Konzert des ChorWerk Ruhr am Freitag, 12. Dezember 2008 um 19 Uhr im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen.
Fast 275 Jahre ist es nun her, seit sich die Leipziger Kirchgänger am ersten Weihnachtstage 1734 um sieben Uhr in ihrer Hauptkirche St. Nikolai versammelten, um einem jener umfangreichen Gottesdienste beizuwohnen, die an den wichtigsten Kirchenfesten üblich waren. Was sie dabei neben den Lesungen, dem Evangelium und der Predigt zu hören bekamen, war die erste der neuen Kantaten, die der Thomaskantor und Musikdirektor Johann Sebastian Bach für diesen und die fünf nächsten Weihnachtstage verfasst hatte: „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage!” heißt es in dem Einleitungschor der Kantate, die von der Geburt Christi kündet. Die drei eigentlichen Weihnachtstage, das Fest der Beschneidung Christi, der Neujahrstag und das Fest der Heiligen Drei Könige bilden den Inhalt der fortlaufend erzählten frohen Botschaft in Farben und Klängen, wie sie zu den jeweiligen Ereignissen passen: Die majestätischen Teile I, III und VI mit Pauken und Trompeten zeigen zunächst die Geburt, dann die Hirten an der Krippe und die Anbetung der Weisen, indessen der pastorale zweite Teil („Und es waren Hirten in derselben Gegend”) mit sieben vornehmlich idyllischen Holzbläsern die Atmosphäre beschreibt, in der der Engel von dem Wunder berichtet; die Kantaten IV und V erheben das Weihnachtsfest vollends über jedes vordergründig-historische Zeitgeschehen.
Die Kantaten I-VI sind nun mit herausragenden Interpreten zu erleben: Silke Schwarz (Sopran), Sara Mingardo (Alt), Christoph Prégardien (Tenor) und Andreas Wolf (Bass) bilden das Solistenquartett, das gemeinsam mit dem ChorWerk Ruhr und der Düsseldorfer Hofmusik unter der musikalischen Leitung von Peter Neumann agiert – einem Künstler, der mit unzähligen Konzerten und etlichen Einspielungen seine Kompetenz auf dem Gebiet der älteren und alten Musik immer wieder unterstrichen hat.
Karten (Preise (€): 49,-/40,-/30,-/19,-/8,- zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.), Tel. 0201/8122-200 sowie im Internet unter www.philharmonie-essen.de.