FAMILIENPOST
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Aktueller Monat: Mai 2012


Arbeitsmarktreport für Februar:

Arbeitslosigkeit weiter abgebaut

Ein milder Winter sowie „intensive und qualifizierte Arbeit” der Vermittler bringt die Gelsenkirchener Agentur für Arbeit ihrem Ziel allmählich ein Stück näher, sich vom letzten Platz hochzuarbeiten.

441 Frauen und Männer weniger hatten sich im Februar arbeitslos gemeldet, so dass sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Januar auf 34586 reduzierte. 9203 der Gemeldeten betreut die Agentur, 25383 betreuen Integrationscenter und Job-Center in Gelsenkirchen und Bottrop.

Das bedeute für den Agenturbezirk einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1,3 Prozent, während das Ruhrgebiet nur einen durchschnittlichen Rückgang um 0,7 Prozent gemeldet habe, freute sich Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Gelsenkirchener Agentur, beim Arbeitsmarktreport für Februar über die „positiven Meldungen”. „Immerhin haben Gelsenkirchens Agentur sowie Integrationscenter und Job-Center einen Spitzenplatz beim Abbau der Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet erreicht.” Dieser überdurchschnittliche Rückgang wirkte sich auch auf die Arbeitslosenquote aus, die nun im Agenturbezirk – Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck – 15,6 Prozent beträgt. Für die Stadt Gelsenkirchen registrierte die Agentur eine Quote von 17,5 Prozent, für die Geschäftsstelle Buer eine Quote von 14,6 und für die Hauptagentur an der Vattmannstraße eine Quote von 19,7 Prozent.

Der Rückgang sei keine saisonübliche Entwicklung oder auf Fördermaßnahmen der Agentur zurückzuführen. „Es ist vielmehr ein echter Abbau der Arbeitslosigkeit”, sagt Beate Kostka. Dazu beigetragen habe auch ein erhöhter Stellenbestand. So suchen Unternehmen in Buer überwiegend Arbeitskräfte für die Bereiche Bau, Handel und Gastgewerbe, in Gelsenkirchen für die Bereiche Metallerzeugung und –verarbeitung, Handel und Logistik (Kraftfahrer). Auch die Zeitarbeitsunternehmen meldeten verstärkt Personalbedarf. Was die Agenturchefin „schmerzt”: Der leichte Anstieg (147) der Arbeitslosen unter 25 Jahren. Allerdings seien es im Vergleich zum Vorjahr noch immer 870 Jugendliche weniger.

Beate Kostka ist zuversichtlich, dass sich der positive Trend auch in den kommenden Monaten fortsetzt. „Doch die Konjunktur ist noch nicht so stabil, um von einem entscheidenden Wandel an Emscher und Lippe zu sprechen. Denn die Verbesserungen der letzten Monate reichen noch nicht, um die Talfahrt der letzten Jahre aufzuholen.”

Rainer Wagner