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Positive Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit
„In diesem Jahr rechnen mit einem weiteren Wirtschaftswachstum. Das ermöglicht uns wie bisher, arbeitslosen Menschen höchst qualifizierte Maßnahmen anzubieten”, wirft Bärbel Gromatzki, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, einen Blick nach vorn auf die kommenden Monate. Die Reform habe erreicht, dass die Agentur schneller auf Erfordernisse des Arbeitsmarktes reagiere. „Wir sehen es als Verpflichtung, Arbeitgebern passgenaue Bewerber/innen zu vermitteln.” Das beuge dem Fachkräftemangel vor und senke letztlich die Arbeitslosenzahlen.
Der Arbeitsmarktreport für Dezember 2006 bildet den Abschluss eines erfolgreichen Jahres im Agenturbezirk. „Mit einem erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1,8 Prozent hat sich der Dezember für uns von seiner besten Seite gezeigt”, freut sich Bärbel Gromatzki auch darüber, dass „magische Marken” geknackt worden sind. Denn im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 11,8 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Gelsenkirchen, zu dem die Städte Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck gehören, beträgt nun 15,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote 18,2 Prozent betragen, bei rund 39300 Arbeitslosen. Im Dezember 2006 waren im Bezirk 34.686 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 639 Personen weniger als im Vormonat und 4.623 Personen weniger als im Vorjahr.
„Von diesen 34686 arbeitslosen Frauen und Männern betreuen 8.841 die Agentur für Arbeit, 25.845 Menschen die Arbeitsgemeinschaften”, sagt Reiner Lipka, Geschäftsführer des Integrationscenters für Arbeit in Gelsenkirchen (IAG). Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit habe insbesondere der SGB-II-Bereich profitiert. Dort sei im Dezember die Zahl der Arbeitslosen um 2,1 Prozent (550 weniger als im Vormonat) auf 25.845 Personen gesunken ist. Im SGB III-Bereich registrierte die Agentur einen Rückgang um 1 Prozent (89 weniger als im Vormonat) auf 8.841 Personen.
Alle Geschäftsstellen entwickeln sich positiv
Der Dezember wirkte sich auf alle Geschäftsstellen der Agentur positiv aus. In Gelsenkirchen ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum November um 0,4 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent, in Gladbeck um 0,2 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent, in Bottrop um 0,1 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent gesunken. 4.083 Menschen hatten sich arbeitslos gemeldet, 421 oder 9,3 Prozent weniger als im Vormonat.
Besonders erfreut ist Bärbel Gromatzki über den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Das liege nicht zuletzt daran, dass Jugendliche mit Sanktionen rechnen müssten, die sich weiterhin nicht um Arbeit bemühte. Deshalb sei die Zahl derjenigen, die inzwischen den Einladungen der Agentur folgen, von 40 auf 85 Prozent gestiegen. Gromatzki und Lipka einmütig: „Die anderen bleiben die notorisch Unwilligen!” Im Agenturbezirk waren 3.459 Jüngere unter 25 arbeitslos (77 weniger als im Vormonat). Davon betreuen 1.121 die Agentur für Arbeit, 2.338 die Arbeitsgemeinschaften.
Ein weiteres Plus: Bei den Arbeitgeberservices der Agentur sind wieder verstärkt Stellenmeldungen eingegangen: 3.261 Stellen, darunter 1.667 Arbeitsgelegenheiten. Darin sind bereits 870 Stellen für Erntehelfer enthalten, die dieses Mal eher gemeldet wurden als in der Vergangenheit. Die Stellen im Dezember wurden überwiegend aus den Branchen Bau und Handel gemeldet.
Rainer Wagner
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