FAMILIENPOST
ONLINE

Aktueller Monat: Mai 2012


Atemwegserkrankungen

Heilsames Hochseereizklima hilft

Ob allergische Reaktion, Haut- oder Atemwegserkrankung: Oft ist das Krankheitsbild chronisch und mit den bekannten Therapien beim örtlichen Facharzt nicht in den Griff zu bekommen. Betroffene suchen dann nach Alternativen, und finden diese beispielsweise im Hochseereizklima der Nordseeküste.

Wie beim kleinen Elias, der seit dem zweiten Lebensjahr an schwerem Asthma leidet. Außerdem entwickelte der Sechsjährige eine heftige Allergie auf Gräserpollen, Hausstaubmilben und Tierhaare. Ständig neue Infektionen und Anfälle ließen seine Mutter Manuela Schwarz fast verzweifeln. Im Frühjahr entschloss sie sich deshalb zu einem neuen Therapieversuch, als sie auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Hochseereizklimas aufmerksam wurde. Denn gerade allergische Erkrankungen wie Neurodermitis oder Asthma werden von Umweltfaktoren begünstigt, die entzündliche Reaktionen im Körper verstärken. In der pollen- und schadstoffarmen Nordseeluft hingegen erholt sich der Organismus von den Umweltbelastungen am Heimatort. Der hohe Salzgehalt der Meeresluft und die Sonneneinstrahlung fördern diese Regeneration. Erfahrungsgemäß sprechen Körper und Seele auch besser auf medizinische Therapien an.
Frische Seeluft tut gutMutter und Sohn machten auf der Nordseeinsel Borkum ein Fachklinikum ausfindig, das über ein Zentrum für Kinderheilkunde verfügt. Es ist auf die Bereiche Allergologie, Dermatologie und Lungenheilkunde spezialisiert. Dort verfolgt man einen ganzheitlichen Ansatz: Verschiedene Behandlungsmethoden werden kombiniert angewandt – ein wesentlicher Vorteil gegenüber fachärztlichen Einzellösungen am Heimatort der Erkrankten. Deshalb auch der hohe Aufwand für die Diagnose: Erfahrungsgemäß beeinflussen seelische Konflikte, Ernährung, Infektionen, Schadstoffe oder körperliche Belastungen jedes Leiden. Die wahre Ursache einer Erkrankung zu erkennen ist also für den Heilungsansatz von großer Bedeutung. Ein wichtiger Aspekt ist auch die therapiebegleitende Anwesenheit des Elternteils, wofür Appartements bereitstehen. Diese besondere Option bietet kaum eine andere Klinik. Dabei ist dies für die Genesung gerade bei Kindern von enormer Bedeutung. So können Mutter und Kind auch besser im richtigen Gesundheitsverhalten geschult werden.

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse, sofern der überweisende Arzt die stationäre Aufnahme medizinisch begründet. Für den kleinen Elias hat sich der in seinem Fall dreiwöchige Aufenthalt gelohnt: Das bislang eingenommene Kortisonpräparat konnte abgesetzt werden. Auch die Entzündungsschübe gingen erheblich zurück, was die lang anhaltende und unter Umständen dauerhafte Wirkung des Hochseereizklimas bestätigt.