Oberbürgermeister Baranowski besucht Klinik-Großbaustelle an der Adenauerallee
Beeindruckt über den Stand der Bauarbeiten zur Kinderklinik Gelsenkirchen sowie zur stationären orthopädischen Reha-Klinik zeigte sich Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski am 28. August 2007 anlässlich des Besuchs der Großbaustelle an der Adenauerallee.
Von links nach rechts: Oberbürgermeister Frank Baranowski, Michael Milfeit (stellv. BKB-Geschäftsführer), Werner Neugebauer (BKB-Geschäftsführer)
Oberhalb des Berger Sees werden beide Klinken im Herbst 2007 ihren Betrieb aufnehmen. „Das medizinische Gesamtkonzept ist schlüssig. An diesem Standort werden künftig Leistungen in der Akutversorgung und der Rehabilitation angeboten und eine Verzahnung der unterschiedlichsten Disziplinen zum Nutzen des Patienten erfolgen”, so der Oberbürgermeister. Bei einem Rundgang durch die beiden Klinikneubauten verwies Werner Neugebauer, Geschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) gGmbH, auch auf die bauliche Verbindung von Kinderklinik und Reha-Klinik mit dem Akutkrankenhaus Bergmannsheil Buer. Insbesondere bei Operationen der kleinen Patienten oder einer medizinisch notwendigen Rückverlegung eines Reha-Patienten seien nur kurze Distanzen zurückzulegen.
Eine moderne und komfortable Ausstattung der Patientenzimmer ist garantiert. „In der Kinderklinik wird jedes Patientenzimmer über eine eigene Nasszelle verfügen. Ebenso gibt es eine Vielzahl von Eltern-Kind-Zimmern – 36 Begleitpersonen können komfortabel untergebracht werden. Insbesondere bei den Einzelzimmern der Reha-Klinik ist der Vergleich mit einem Mehr-Sterne-Hotel zulässig”, erläuterte Werner Neugebauer.
Hintergrund:
Auf einem 20 000 Quadratmeter großen Areal oberhalb des Berger Sees, in unmittelbarer Nähe zum Akutkrankenhaus Bergmannsheil Buer, werden im Herbst 2007 zwei neue Kliniken ihre Patienten versorgen: die Kinderklinik Gelsenkirchen sowie die stationäre orthopädische Reha-Klinik – beides Kliniken der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) gGmbH. Erreichen wird man beide Einrichtungen über die Adenauerallee.
Kinderklinik Gelsenkirchen
Ein transparenter Atriumbau wird das neue Zuhause der Kinderklinik Gelsenkirchen sein. Auch die Schule für Kranke bekommt hier ihren Platz. Mit 85 Betten und 12 Plätzen in der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gehört die Kinderklinik in Gelsenkirchen zu den bundesweit 19 eigenständigen Kinderkliniken. Eine wichtige Behandlungseinheit in der Kinderklinik ist die 24-Stunden-Notfallambulanz, die im Gartengeschoss des Neubaus eingerichtet wird: 10 000 ambulante Notfälle im Jahr werden von den Kinderklinikärzten behandelt. Die Planer setzen bei der Innenausstattung der Kinderklinik auf Farben – sie sorgen auf den Stationen und in den Behandlungsräumen für Orientierung und Atmosphäre. Doch auch die Außenfassade zeigt Mut zur Farbe: Gelb-, Orange- und Rottöne dominieren die Außenfassade.
Stationäre orthopädische Reha-Klinik
Die neue Reha-Klinik in Gelsenkirchen gehört zu einem Verbund von weiteren zehn Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die stationäre orthopädische Reha-Klinik in Buer konzentriert sich auf die Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems. Aber nicht nur Versicherte der Knappschaft werden hier nach einem schweren Unfall, einem Bandscheibenvorfall oder dem Einsatz eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks ihre Reha-Maßnahme beginnen. Stationäre Reha-Angebote sind von ambulanten oder teilstationären Angebote zu unterscheiden. Alter und Schweregrad der Erkrankung lassen ambulante Reha-Maßnahmen oft nicht zu. Zwischen Rhein und Ruhr, Emscher und Lippe gibt es nur wenige Reha-Kliniken mit einem orthopädischen Schwerpunkt – stationäre Reha-Plätze sind rar. In der Nähe zum sozialen Umfeld sehen die Mediziner aber einen wichtigen Indikator für eine erfolgreiche ReIntegration des Patienten.