FAMILIENPOST
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Aktueller Monat: Mai 2012


Abschied von Pfarrer Rüsing:

rueQuerköpfe sagen Danke

„Der Weg zu Gott führt nicht an der Welt vorbei, sondern in den Dienst am Menschen“. Den gedruckten Weihespruch zur Priesterweihe von Pfarrer Gerd Rüsing erhielten alle BesucherInnen, die zum Gottesdienst anlässlich der Verabschiedung des Geistlichen in die Pfarrkirche St. Hippolytus gekommen waren. Dieser Weihespruch, das wird Allen, die Gerd Rüsing kennen, sofort klar, hat sein Wirken und seine seelsorgerische Arbeit stets bestimmt.

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Der Kinderchor St. Hippolytus, der Jugendchor Laurentius und der Junge Chor Beckhausen unter der Leitung von Wolfgang Wilger(und Band)gestalteten den Abschiedsgottesdienst.

Voll war das Gotteshaus, als die Abordnungen mit ihren Bannern und Wimpeln einzogen. „Marscherleichterung“ war angesichts der Hitze angesagt. Auf liturgische Gewänder hatte man verzichtet.

Nobert Fölting dankte für Pfarr- und Gemeinderat. In launigen Worten hielt er dem Pastor vor, in einem Interview gesagt zu haben, die Horster seien Querköpfe. Lautstarker Beifall brandete schon auf, als Fölting nur ansetzte zu sagen „vielleicht haben wir es auch deshalb 14 Jahre gemeinsam ausgehalten. Denn dieses Wesensmerkmal ist auch ihnen nicht unbekannt.“

Der Gottesdienst im Rahmen des Sommerfestes der Gemeinde wurde von vielen Gruppen und Personen mitgestaltet. Dazu gehörten selbstverständlich die Kinder des Familienzentrums, viele MessdienerInnen, PfadfinderInnen, der Kinderchor St. Hippolytus, der Jugendchor Laurentius und der Junge Chor Beckhausen unter der Leitung von Wolfgang Wilger (und Band).

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Die Pfadfinder danken mit einem Lied und Pfarrer Rüsing hört aufmerksam zu

Pastor Wolfgang Pingel, der designierte Nachfolger von Gerd Rüsing im Amt des Pfarrers, dankte für das gesamte, 2007 gegründete, Pastoralteam. Pastor Michael Grimm von der Evangelischen Nachbargemeinde lobte die Anstrengungen in Sachen Ökumene. Ursula Bornemann vom Gemeinderat dankte dafür, dass Pfarrer Rüsing stets mit „Herz und Verstand“ seine Aufgaben angegangen sei.

Oberbürgermeister Frank Baranowski überreicht einen Abguss aus dem Historien-Kamin von Schloss Horst. Bei seiner Ansprache hob er die innere Verbundenheit von Pfarrer Gerd Rüsing zur Stadt Gelsenkirchen und zum Ortsteil Horst hervor. Er erinnerte daran, dass er sein Wort erhob, als sich „pro NRW“ im Schloss Horst versammelte – und dafür beim Bistum in Essen angeschwärzt wurde. Als Zeichen des Dankes für sein Engagement über die Kirchengrenzen hinaus überreichte der Oberbürgermeister dem Pastor einen Ausschnitt aus dem sogenannten Historien-Kamin von Schloss Horst.

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Oberbürgermeister Frank Baranowski überreicht als Dankeschön einen Abguss aus dem Historien-Kamin des Schlosses

Mitglieder der gesamten Pfarrei, Freunde, Mitbrüder, Weggefährten sowie Vertreter des öffentlichen Lebens verabschiedeten Pfarrer Rüsing feierlich und in ungezwungener Atmosphäre in den Ruhestand.

Die Frage, warum Gerd Rüsing seinen Abschied genommen hat, beantwortete er am Ende der Messe: „Die Quantität der Arbeit ist so groß geworden, dass ich sie nicht mehr in der Qualität leisten kann, wie ich es möchte“. Typisch Rüsing.

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Nach dem Abschiedsgottsdienst teilte der Pfarrer - wie in den Jahren zuvor auch - beim Sommerfest die Erbsensuppe aus.