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Aktueller Monat: Mai 2012


Geschäftsjahr 2006:

Sparkassenkunden freuen sich über Top-Zinsen

Eine positive Einlagenentwicklung zeichnet sich zum Jahresende bei der Sparkasse Gelsenkirchen ab. Auf gute Resonanz trafen vor allem Anlageprodukte, die erstmals bundesweit einheitlich von der Sparkassenorganisation beworben wurden.

Eberhard BreßleinSparkassendirektor Eberhard Breßlein

„Mit geballter Kraft stellte sich die Sparkassenorganisation 2006 dem stärker werdenden Wettbewerb”, so Sparkassendirektor Eberhard Breßlein. Mit Erfolg: In Gelsenkirchen hat es laut Breßlein großes Interesse an bundesweit beworbenen Angeboten der Sparkassen gegeben. Das trug zu einem Plus von fast 50 Prozent bei den „Einmalanlagen” der Sparkasse Gelsenkirchen bei und zu einem leichten Anstieg bei den Spareinlagen insgesamt (bis Ende November 2006: + 8%). Zurückhaltender zeigten sich die Sparer im vergangenen Jahr bei langfristigen Einlagen – etwa bei Sparkassenbriefen. „Solange die Zinsen für kurz- und längerfristige Geldanlagen so nah beieinander liegen, warten die Anleger ab”, so der Sparkassendirektor.
Für viele Kunden sei die Altersvorsorge das oberste Sparziel. Als „klassisches Vorsorgeprodukt” war vor allem die Lebensversicherung gefragt: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Beitragssumme fast verdoppelt.
Im Trend ist auch das „Riester-Sparen” mit staatlicher Förderung von bis zu 51 Prozent der jährlichen Sparleistung. Gefragt war hier vor allem der Riester-Banksparplan der Sparkasse Gelsenkirchen "VorsorgePlus" (plus 83% gegenüber Bestand im Vorjahr). Das gute Abschneiden dieses Angebotes der Sparkasse Gelsenkirchen in unabhängigen Tests (u. a. FINANZtest) sorgte für Nachfrage aus dem ganzen Bundesgebiet.
Ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge bleibt nach wie vor die eigene Immobilie. Die Baufinan-zierungen waren 2006 leicht rückläufig, ebenso die Bausparsumme bei abgeschlossenen Bausparverträgen. „Das war nach dem absoluten Rekordergebnis von 2005 auch nicht anders zu erwarten”, so Eberhard Breßlein. Dennoch sei sowohl die Zahl der Verträge als auch die Summe auf hohem Niveau. Für die Kunden seien Renditeaussichten und die Flexibilität des Bausparvertrags ausschlaggebend.
Das Kreditvolumen gab leicht nach. Im Firmenkreditgeschäft setzt Breßlein auf eine Fortsetzung der Konjunkturerholung im nächsten Jahr. Das werde sich positiv auf die Investitionsneigung auswirken.
Wertpapiere waren deutlich stärker gefragt: Die Kunden wollten im Aktien- und Fondsgeschäft von der guten Entwicklung an den Börsen profitieren. Die Umsätze stiegen vor allem bei Aktien (bis Ende November + 18 %) und Investmentzertifikaten (+ 18 %).
Das Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von Vorsorgemaßnahmen für das Kredit- und Eigen-anlagegeschäft wird über dem Durchschnitt der Sparkassen des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes (WLSGV) liegen.
Zufrieden zeigt sich Eberhard Breßlein über die Verständigung im Streit der Sparkassenorganisation mit Brüssel. Man habe sich darauf geeinigt, dass sich nur öffentlich-rechtliche Kreditinstitute „Sparkasse” nennen dürfen. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob diese Verständigung auch in Zukunft tragfähig ist. Gespannt ist der Sparkassendirektor auf den für das Frühjahr angekündigten Referentenentwurf für ein neues nordrhein-westfälisches Sparkassengesetz, das neue Strukturen in der Sparkassenlandschaft schaffen wird. „Es kommen spannende Zeiten auf uns zu“, so Eberhard Breßlein.